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ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Erneuter Schwächeanfall wegen Handelsstreit

PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Europas wichtigste Aktienmärkte haben nach der jüngsten Stabilisierung zur Wochenmitte wieder deutlich nach unten abgedreht. Dabei belastete die Eskalation des Handelsstreits zwischen China und den USA. "Sowohl Washington als auch Peking geben nicht klein bei und lassen die Muskeln spielen", betonte Analyst Christian Henke vom Broker IG Markets. "Dass eine globale Rezession die logische Folge sein könnte, wird anscheinend billigend in Kauf genommen."

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Der EuroStoxx 50 schloss am Mittwoch mit einem Verlust von 3,17 Prozent bei 4.622,14 Punkten. Auch außerhalb des Euroraums gab es deutliche Kursrückgänge. Der Schweizer SMI fiel - vor allem aufgrund besonders schwacher Pharma-Schwergewichte - um 4,15 Prozent auf 10.887,73 Zähler. Für den britischen FTSE 100 ging es um 2,92 Prozent auf 7.679,48 Punkte abwärts.

Als Antwort auf weitere US-Zölle in Höhe von 50 Prozent hat Peking Gegenzölle im gleichen Umfang verkündet. Die zunächst auf 34 Prozent angelegte Sonderzölle auf alle US-Einfuhren sollen nun 84 Prozent betragen und am Donnerstag in Kraft treten. Unterdessen machten die EU-Staaten den Weg für erste Gegenzölle zwischen 10 und 25 Prozent als Reaktion auf die von US-Präsident Donald Trump angeordneten Zölle frei.

Nun bleibt abzuwarten, ob sich der Konflikt zwischen den USA und Europa weniger scharf entwickelt. Immerhin gibt es noch Anlass zur Hoffnung. "Die europäischen Gegenmaßnahmen fallen maßvoll aus", so Volkswirt Thomas Gitzel. "Darüber hinaus gedenkt Brüssel schrittweise zu agieren, um Zeit für Gespräche mit Washington zu gewinnen."

Aus Branchensicht standen Pharmawerte europaweit am stärksten unter Verkaufsdruck. Schwergewichte wie Novo Nordisk , Sanofi , Novartis und Roche verloren zwischen 5,8 und 6,9 Prozent. Sie reagierten damit auf Aussagen von US-Präsident Trump, wonach massive Zölle auf Pharmazeutika geplant sind. Hoffnungen, dass die Medikamentenhersteller von der US-Zollpolitik verschont blieben, sind damit wohl Geschichte.

Auch Ölwerte standen unter Druck. Die Ölpreise hatten nach Inkrafttreten des US-Zollpakets ihre Talfahrt forciert und waren auf den tiefsten Stand seit 2021 gefallen. Immobilienwerten setzten die steigenden Anleiherenditen zu. Der Sektor reagiert traditionell äußerst sensibel auf die Höhe der Kreditkosten. Nach unten ging es zudem mit Bankaktien, die unter den eingetrübten Konjunkturaussichten litten.

Besser hielt sich Wolters Kluwer . Eine Hochstufung der Bank of America (Bank of America Aktie) auf "Buy" stabilisierte die Aktie des niederländischen Informationsdienstleisters gegen den Gesamtmarkt. Sie schloss kaum verändert./edh/he

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