Aktien Europa: Leichte Verluste - Luxuswerte stark unter Druck

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PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Mittwoch anfängliche Gewinne nicht gehalten und sind leicht ins Minus gefallen. Die Marktteilnehmer blieben angesichts der auf erhöhtem Niveau stabilisierten Ölpreise und einiger enttäuschender Quartalszahlen vorsichtig.

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Der EuroStoxx 50 verlor gegen Mittag 0,27 Prozent auf 5.967,17 Punkte. Außerhalb des Euroraums stieg der Schweizer SMI um 0,1 Prozent auf 13.282,82 Zähler. Der britische FTSE 100 tendierte unterdessen kaum verändert.

Die Kursentwicklung spiegelte die abwartende Haltung am Markt wider. "Anleger dies- und jenseits des Atlantiks hoffen weiterhin auf einen unterschriftsreifen Friedensvertrag und damit auf den großen Wurf zwischen den Kriegsparteien im Nahostkonflikt", so Timo Emden, Marktanalyst von Emden Research. "Zu oft wurden Anleger in den vergangenen Wochen enttäuscht, als dass nun uneingeschränkter Optimismus dominieren könnte."

Am Ende des Feldes lagen erneut die Luxuswerte. Nach den enttäuschenden Umsatzzahlen des Luxusgüterkonzerns LVMH zum Wochenstart gab es erneut Enttäuschungen. Mit Hermes und Kering (Kering Aktie) erlitten gleich zwei prominente Namen Rückschläge. Die Hermes-Aktie brach um über acht Prozent ein, während Kering um fast zehn Prozent fielen.

Bei Hermes sprachen die Analysten von Barclays von enttäuschenden Umsatzzahlen im ersten Quartal. Bei Kering verwies Analyst Adam Cochrane von der Deutschen Bank auf die enttäuschende Entwicklung der Marke Gucci.

Werte aus dem Artikel:
Euro Stoxx 50 6.187,63 +2,16%
FTSE 100 10.466,24 +0,63%
SMI 13.742,07 +0,13%

Besser präsentierten sich die Technologiewerte. ASML legten nach Zahlen leicht zu und bewegten sich damit im Bereich ihrer Allzeithochs. Der Chipausrüster hatte weiterhin vom KI-Boom profitiert und war mit überraschend viel Schwung in das neue Jahr gestartet. Die Analysten von Goldman Sachs sprachen von einem besser als erwarteten Quartalsbericht. Der erhöhte Ausblick für 2026 spiegele die anhaltend hohe Nachfrage wider.

Im Autosektor ragten Stellantis heraus. Der Autobauer hatte im ersten Quartal dank eines Aufschwungs in seinen Kernmärkten Nordamerika und Europa mehr Autos verkauft. Ein Jahr zuvor noch waren die Verkäufe zu Jahresbeginn deutlich abgerutscht, vor allem im einst so lukrativen Markt Nordamerika./mf/jha/


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