Aktien Europa: Gesamtmarkt schwächelt - H&M aber mit deutlichen Gewinnen

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AMSTERDAM/LONDON/PARIS/ZÜRICH (dpa-AFX) - Europas wichtigste Aktienmärkte haben am Donnerstag etwas nachgegeben. Die Schwäche vom Vortag setzte sich damit fort. "Die Marktteilnehmer warten auf die bevorstehenden Publikationen der Makro-Daten aus den USA", merkte Marktexperte Andreas Lipkow zu dem verhaltenen Handelsgeschehen an.

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Der EuroStoxx 50 verlor am Mittag 0,54 Prozent auf 5.435,05 Punkte. Außerhalb des Euroraums gab der Schweizer SMI um 0,49 Prozent auf 11.920,98 Punkte nach. Die Nationalbank hatte den Leitzins unverändert gelassen. Der britische FTSE 100 sank unterdessen um 0,17 Prozent auf 9.234,38 Punkte.

In dem unspektakulären Markt setzten H&M ein Ausrufezeichen. Die Aktie sprang um fast neun Prozent nach oben. Der Modehändler hatte seine Ergebnisse im dritten Geschäftsquartal deutlich gesteigert und besser abgeschnitten als erwartet. Dabei profitierte das Unternehmen von sinkenden Kosten. Die Analysten von Jefferies sprachen von einer beeindruckenden Gewinnentwicklung.

Nicht ganz so spektakulär waren die Gewinne im Autosektor. Positive Impulse lieferten die EU-Zulassungszahlen für August. Der EU-Automarkt hatte sich im August etwas verbessert und lag nach den ersten acht Monaten fast auf Vorjahresniveau. Dabei legte der Anteil vollelektrischer Autos weiter zu. Renault (Renault Aktie) kletterten vor diesem Hintergrund um 2,8 Prozent.

Aktien aus dem Medizintechnikbereich gaben dagegen nach. Anlass war eine Mitteilung des US-Handelsministeriums, wonach seit Anfang September höhere Abgaben auf US-Importe bestimmter Medizinprodukte geprüft werden. Zu den Verlierern gehörten Aktien der dänischen Coloplast mit über drei Prozent Abschlag.

Werte aus dem Artikel:
CAC 40 Index 8.352,29 -0,71%
Euro Stoxx 50 6.221,55 -0,73%
FTSE 100 10.480,53 -0,36%
SMI 14.147,6 -0,63%

Auch Ölwerte zählten zu den Verlierern. Die Ölpreise hatten den Anstieg der vergangenen beiden Handelstage nicht fortgesetzt. Analyst Michele della Vigna von Goldman Sachs macht zudem für 2026 Risiken für den Preis der Sorte Brent aus und sieht daher die Erwartungen an die Unternehmen in Gefahr. Die Privatbank Berenberg hatte außerdem die Aktien von Totalenergies von "Buy" auf "Hold" abgestuft, was den Kurs leicht belastete./mf/jha/


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