Aktien Europa: Erholung - Aufatmen nach starken Nvidia-Zahlen

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PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Europas Aktienmärkte haben am Donnerstag zugelegt. Überraschend starke Zahlen des US-Technologiegiganten Nvidia verschafften den Märkten Luft. "Die Marktteilnehmer feiern die atemberaubenden Quartalszahlen", stellte Marktexperte Andreas Lipkow fest. Der KI-Trend befindet sich aus Sicht von Nvidia erst am Anfang und wird noch an Dynamik gewinnen.

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Gegen Mittag notierte der EuroStoxx 50 ein Prozent höher mit 5.60,98 Punkten. Außerhalb des Euroraums legte der Schweizer SMI 0,39 Prozent auf 12.579,08 Punkte zu. Der britische FTSE 100 gewann 0,76 Prozent auf 9.579,29 Punkte.

Damit schrumpften die Anfangsgewinne allerdings etwas zusammen. Wie so oft an der Börse richtet sich der Blick nach vorn und damit auf die anstehenden US-Konjunkturdaten. "Mit siebenwöchiger Verzögerung wird heute Nachmittag der Arbeitsmarktbericht in den USA für den Monat September veröffentlicht", merkte Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar vom Broker RoboMarkets dazu an.

Gewinne verzeichneten Technologiewerte, auch wenn die Anfangseuphorie im Verlauf etwas nachließ. So kam die Aktie von ASML nach höheren Eröffnungsgewinnen noch auf ein Plus von 1,6 Prozent. Als Ausrüster der Halbleiterbranche gehört der Konzern auch zu den Profiteuren des Booms der Künstlichen Intelligenz.

Im Banksektor ragten Aktien von BNP Paribas (BNP Paribas Aktie) mit einem Plus von fünf Prozent hervor. Die französische Großbank will ihren Kapitalpuffer stärken und kauft zugleich eigene Aktien zurück. Die Quote des harten Kernkapitals soll bis 2027 auf 13 Prozent steigen. In den Aktienrückkauf steckt das Institut 1,15 Milliarden Euro, das Rückkaufprogramm soll noch im November starten. Die Analysten des Investmenthauses Jefferies sprachen von einem klaren Signal der Stärke.

Werte aus dem Artikel:
CAC 40 Index 8.352,29 -0,71%
Euro Stoxx 50 6.221,55 -0,73%
FTSE 100 10.480,53 -0,36%
SMI 14.141,79 -0,67%

Gewinne verzeichneten auch Luxuswerte. Dabei zogen Richemont um 1,5 Prozent an. Im Oktober waren die Schweizer Uhrenexporte im Vergleich zum Vormonat gesunken. Das Minus von gut vier Prozent sei allerdings weniger deutlich als von ihm erwartet ausgefallen, erklärte Vontobel-Analyst Jean-Philippe Bertschy.

Am Ende des Feldes lagen die Autowerte. Hier gab es negative Nachrichten zum französischen Zulieferer Valeo . Die zum Kapitalmarkttag kommunizierten Ziele hätten die Erwartungen der Marktteilnehmer nicht erfüllt, hieß es von Jefferies. Valeo büßten 5,6 Prozent ein./mf/jha/


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