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Aktien Europa: Abwartendes Geschäft vor US-Berichtssaison

PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Europas Aktienmärkte haben sich am Dienstag kaum bewegt. "Wie es sich bereits zum Handelsstart abgezeichnet hatte, stehen viele Investoren heute lieber an der Seitenlinie und warten den Beginn der US-Berichtssaison und das makroökonomisch Datenfeuerwerk aus den USA ab", so Marktexperte Andreas Lipkow.

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Der EuroStoxx 50 verharrte am Mittag knapp über 6.000 Punkten. Ähnlich sah es außerhalb des Euroraums an der britischen Börse aus. Der Leitindex FTSE 100 trat auf der Stelle. Der Schweizer SMI gab unterdessen um 0,63 Prozent auf 13.342,18 Punkte nach.

Die US-Berichtssaison warf ihre Schatten auch bei den Einzelsektoren voraus. So entwickelten sich Bankaktien etwas stärker als der Gesamtmarkt. "Für die Branche rechnet der Markt mit einem Plus von knapp sieben Prozent bei Gewinn und Umsatz", merkte Luis Ruiz, Marktanalyst CMC Markets, zu den anstehenden US-Zahlen an.

Erste Zahlen aus Europa sorgten indes für Unmut. So gerieten Sika mit sieben Prozent Abschlag unter Druck. Der Schweizer Bauchemie- und Klebstoffhersteller erlitt 2025 einen Umsatzrückgang von 4,8 Prozent auf 11,2 Milliarden Franken. Negative Währungseffekte und der schwache chinesische Baumarkt bremsten. Händler äußerten sich zudem enttäuscht über die Aussichten des Unternehmens im laufenden Jahr. "Der wichtige Markt China zeigt bislang kaum Erholungstendenzen und solange sich China nicht erholt, bleibt es schwierig", meinte ein Händler.

Die Verluste hinterließen merkliche Spuren im Bausektor, der abgeschlagen am Ende des Feldes lag. Bei dem Schwergewicht Vinci (Vinci Aktie) kam hinzu, dass die Analysten der Bank of America (Bank of America Aktie) die Einstufung auf "Underperform" gesenkt hatten.

Auch die Zahlen von Lindt & Sprüngli versüßten Anlegern das Börsengeschehen nur kurz. Nach Auftaktgewinnen rutschte die Aktie ins Minus und gab um knapp drei Prozent nach. Dabei hatte der Schweizer Schokoladehersteller den Umsatz stärker als erwartet gesteigert. Allerdings war dies Preiserhöhungen geschuldet. Die verkauften Mengen gingen zurück. Händler fragen sich nun, wie lange die Konsumenten Preiserhöhungen mitmachen und nicht doch zu billigeren Alternativen wechseln dürften./mf/men

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