FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Staatsanleihen sind am Montag deutlich gefallen. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future sank um 0,30 Prozent auf 121,78 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag bei 3,38 Prozent. Am Mittwoch hatte sie mit 3,39 Prozent den höchsten Stand seit mehr als 15 Jahren erreicht.
Für dich zusammengefasst:
Die Kurse deutscher Staatsanleihen fielen am Montag.
Der Euro-Bund-Future sank um 0,30 Prozent auf 121,78 Punkte.
Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe betrug 3,38 Prozent.
Der Wahlsieg der AfD bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt wird auch an den Finanzmärkten diskutiert. "Die Auswirkungen auf Bunds oder Länderanleihen dürften gering bleiben", schreibt Commerzbank-Analyst Rainer Guntermann. "Wenn überhaupt, dürften sie negativ sein, da die internen Streitigkeiten innerhalb der Bundesregierung nach dem schlechten Abschneiden von CDU und SPD die Umsetzung der Reformpläne für den Rest des Jahres erschweren werden."
Etwas belastet wurden die Anleihekurse durch robuste Konjunkturdaten aus der Eurozone. Finanzmarktexperten haben die konjunkturelle Entwicklung im Euroraum den fünften Monat in Folge positiver eingeschätzt. Der vom Analysehaus Sentix erhobene Konjunkturindikator legte im September zu und erreichte den höchsten Stand seit Februar 2022. "Der Aufschwung in Euroland gewinnt auch im September weiter an Substanz", schreiben die Sentix-Experten. Zu der Verbesserung trägt laut der Umfrage auch Deutschland bei.
Schwache Industriedaten aus Deutschland bewegten den Markt kaum. Die Produktion des Verarbeitenden Gewerbes in Deutschland ist im Juli wegen eines deutlichen Rückgangs in der Automobilindustrie überraschend gesunken. Volkswirte hatten im Schnitt mit einem leichten Anstieg gerechnet./jsl/jha/
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