dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 258

Münzproduktion im Euroraum steigt durch Bulgarien-Beitritt

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro-Beitritt Bulgariens zum 1. Januar 2026 treibt die Produktion von Münzen im gemeinsamen Währungsraum nach oben. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den 20 Eurostaaten sowie Bulgarien die Herstellung von Geldstücken im Gesamtvolumen von gut 2,4 Milliarden Euro genehmigt.

play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern
Für dich zusammengefasst:
Hinweis
EUR/USD 1,17219 EUR/USD (Euro / US-Dollar) Chart -0,23%
Zugehörige Wertpapiere:

In den vergangenen Jahren pendelte das jährliche Volumen neu geprägter Euro-Münzen in der Regel um die zwei Milliarden Euro. Für 2025 hatte die Notenbank ein Volumen von rund 2,17 Milliarden Euro bewilligt. Für einen Ausreißer nach oben auf gut 2,6 Milliarden Euro sorgte die Erweiterung der Eurozone schon 2023 mit dem damaligen Beitritt Kroatiens.

Von der für das kommende Jahr vorgesehenen Münzproduktion ist ein Volumen von rund 1,9 Milliarden Euro für den täglichen Gebrauch bestimmt. Dazu kommen Sammlermünzen im Umfang von etwas mehr als 511 Millionen Euro.

Deutschland stellt die meisten Euro-Münzen her

Die meisten Geldstücke will 2026 wieder Deutschland produzieren. Auf 558 Millionen Euro beläuft sich das Volumen in Europas größter Volkswirtschaft. Davon entfallen 203,5 Millionen Euro auf Sammlermünzen.

Vontobel Werbung

Passende Knock-Outs

Strategie Hebel
Steigender Kurs
Call
5
10
15
Fallender Kurs
Put
5
10
15
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000VH77QY0 , DE000VG26QX1 , DE000VH70XP9 , DE000VH8R0U6 , DE000VH77RH3 , DE000VH8UXV4 .Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

Mit einem Gesamtvolumen von 342 Millionen Euro kommt Frankreich erneut auf den zweithöchsten Wert neuer Münzen, Spanien liegt mit gut 299 Millionen Euro weiterhin auf Rang drei der Euroländer.

Ab Januar wird in 21 Ländern mit der Gemeinschaftswährung bezahlt

Euro-Neuling Bulgarien als 21. Land im Kreis der Länder mit der Gemeinschaftswährung plant demnach Münzen im Gesamtumfang von etwas mehr als 164 Millionen Euro - fast ausschließlich für den täglichen Gebrauch.

Die EZB legt jährlich anhand des von den Eurostaaten gemeldeten Bedarfs eine Obergrenze für den Gesamtumfang der Münzausgabe im Währungsraum fest. In diesem Rahmen dürfen die Länder dann Geldstücke prägen lassen.

Wird das Bargeld irgendwann abgeschafft?

Bargeld ist gerade in Deutschland beliebt und - Analysen der Bundesbank zufolge - auch für den Handel zusammen mit der Girocard das günstigste Bezahlverfahren. Sorgen, dass das Bargeld abgeschafft wird, treten die Euro-Währungshüter immer wieder entgegen: Zwar arbeitet die EZB an einem digitalen Euro, der 2029 eingeführt werden könnte. Dies soll aber kein Ersatz, sondern eine Ergänzung zu Schein und Münze sein, damit Verbraucherinnen und Verbraucher beim digitalen Bezahlen eine europäische Alternative zu den derzeit dominierenden US-Anbietern Paypal , Mastercard (Mastercard Aktie) , Visa (Visa Aktie) und Co. haben.

Wer den Cent nicht ehrt ...

Und sogar die in der Herstellung vergleichsweise teuren Ein- und Zwei-Cent-Münzen werden in Deutschland weiterhin hergestellt - anders als in den USA, wo aus Kostengründen nach mehr als 230 Jahren im November die Herstellung der dortigen Ein-Cent-Münze, des "Penny", eingestellt wurde. Unternehmen in den USA sind aufgefordert, Preise auf die nächstgrößere Münze - fünf Cent - auf- oder abzurunden.

In etlichen Euroländern gibt es solche Rundungsregelungen bereits. So werden beispielsweise in Finnland Barzahlungen per Gesetz auf den nächstgelegenen Fünf-Cent-Betrag gerundet. Ähnliche Regelungen gibt es in den Niederlanden, der Slowakei, Irland, Italien, Belgien und Estland.

Für Deutschland hatte die Bundesbank im März 2025 eine Rundungsregel vorgeschlagen, die Ein- und Zwei-Cent-Münzen überflüssig machen würde. Umgesetzt wurde dies bislang nicht. Für den Einzelhandel sind krumme Beträge im Wettbewerb um Kundschaft ein wichtiges Instrument. Eine Abschaffung der kleinen Euro-Münzen könnte nur auf europäischer Ebene beschlossen werden./ben/DP/he

Für dich aus unserer Redaktion zusammengestellt

Dein Kommentar zum Artikel im Forum

Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend