dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 616

Devisen: Iran-Krieg belastet den Euro - Weltleitwährung US-Dollar gefragt

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Iran-Krieg hat zum Wochenstart die Nachfrage nach dem US-Dollar angetrieben. Der Kurs des Euro geriet unter Druck. Am Montagnachmittag mussten für die Gemeinschaftswährung zuletzt 1,1689 Dollar (Dollarkurs) gezahlt werden und damit über einen Cent weniger als vor dem Wochenende. Der Euro fiel auf das Niveau von Ende Januar zurück.

play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern
Für dich zusammengefasst:
Hinweis
Banknoten verschiedener Währungen (Symbolbild).
Quelle: - ©unsplash.com:
EUR/CHF 0,9204 EUR/CHF (Euro / Schweizer Franken) Chart +0,04%
Zugehörige Wertpapiere:
EUR/USD 1,17208 EUR/USD (Euro / US-Dollar) Chart +0,02%
Zugehörige Wertpapiere:

Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1698 (Freitag: 1,1805) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8548 (0,8470) Euro.

Die USA und Israel hatten den Iran am Samstag angegriffen und dabei unter anderem auch das iranische Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei getötet. Mittlerweile weitet sich der Krieg immer weiter aus. Die libanesische Hisbollah-Miliz feuerte in der Nacht Raketen auf Israel ab und greift damit an der Seite Teherans in den Kampf ein. Die USA und Israel setzen ihre Angriffe im Iran indes fort - auch die Gegenangriffe Teherans auf Israel und Golfstaaten gingen weiter.

"Zunächst einmal profitiert der US-Dollar in Kriegssituationen in der Regel, da er die Weltleitwährung ist", schrieb Devisenexpertin Thu Lan Nguyen von der Commerzbank (Commerzbank Aktie). "Soll heißen: Ein erheblicher Teil der grenzüberschreitenden Kredite und Anleihen sind in US-Dollar denominiert. Um Zahlungsfähigkeit für den Fall der Fälle sicherzustellen, steigt die Nachfrage nach der US-Währung in unsicheren Zeiten daher."

Zudem dürfte sich die US-Wirtschaft gegenüber einem möglichen Ölpreisschock als widerstandsfähiger erweisen als die Wirtschaft im Euroraum. Dies gelte nicht zuletzt, weil die Eurozone ein Netto-Ölimporteur sei, sagte die Commerzbank-Expertin. Daher könnte die US-Notenbank auf die inflationären Folgen eines Ölpreisanstiegs mit kräftigeren Zinserhöhungen reagieren als die Europäische Zentralbank, die dann mehr Rücksicht auf eine schwächelnde Konjunktur nehmen müsste. Vieles hänge daher nun von der Dauer des Krieges und des Anstiegs der Ölpreise ab.

Knockout von Ing Markets Werbung

Passende Knock-Outs

Strategie Hebel
Steigender Kurs
Call
5
10
20
Fallender Kurs
Put
5
10
20
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NB5VKS7 , DE000NB15BP0 , DE000NG7M289 , DE000NG8KBW0 , DE000NB1H956 , DE000NG8ED65 . Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,8739 (0,8763) britische Pfund, 184,19 (184,13) japanische Yen und 0,9117 (0,9104) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (Goldkurs) (etwa 31,1 Gramm) kostete zuletzt 5.343 Dollar. Das waren etwa 64 Dollar mehr als am Freitag./la/jha/

Für dich aus unserer Redaktion zusammengestellt

Dein Kommentar zum Artikel im Forum

Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend