dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 664

Devisen: Fed-Zinsentscheid hievt Euro zum US-Dollar kurz auf Hoch seit Juni 2021

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro hat am Mittwoch im US-Handel nur kurz mit heftigen Schwankungen auf den Zinsentscheid der Notenbank Fed reagiert. Die Gemeinschaftswährung war zunächst auf ein Tageshoch von 1,1919 US-Dollar gesprungen und hatte so den höchsten Stand seit Juni 2021 erreicht. Dann büßte der Eurokurs seine kompletten Tagesgewinne wieder ein, bevor er sich etwas erholte und bei 1,1846 Dollar (Dollarkurs) auf dem Niveau des frühen asiatischen Geschäfts notierte. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1837 (Dienstag: 1,1807) Dollar festgesetzt.

play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern
Für dich zusammengefasst:
Hinweis
EUR/USD 1,18148 EUR/USD (Euro / US-Dollar) Chart +0,28%
Zugehörige Wertpapiere:

Die Fed lieferte Beobachtern zufolge letztlich kaum Überraschungen. Erstmals seit rund einem Dreivierteljahr hat die US-Notenbank den Leitzins gesenkt. Dieser liegt nun in der Spanne von 4,0 bis 4,25 Prozent. Viele Analysten hatten sich bereits darauf eingestellt, nachdem der Arbeitsmarkt in den Vereinigten Staaten deutlich geschwächelt hatte.

"Die Zinssenkung der Fed war weithin erwartet worden, da sich die Einschätzungen zur US-Konjunktur und zur Lage am Arbeitsmarkt seit der letzten Sitzung im Juli deutlich geändert haben", schrieb Michael Heise, Chefökonom des Vermögensverwalters HQ Trust und fuhr fort "Die Konjunktur erscheint weniger robust und der Anstieg der Beschäftigung nach Datenrevisionen in den vergangenen zwölf Monaten nur halb so stark wie bislang gedacht." Trotzdem dürfte die Zinssenkung im Offenmarktausschuss der Fed umstritten gewesen sein, denn die Notenbank scheine damit Risiken für die Preisstabilität in Kauf zu nehmen.

Die Gratwanderung zwischen hoher Inflation und schwacher Beschäftigung wird sich Heise zufolge fortsetzen. Die Abkühlung des Arbeitsmarktes werde dem preissteigernden Effekt der höheren Zölle zwar etwas entgegenwirken, aber in den kommenden Monaten sei mit anhaltend hohen Preisniveausteigerungen zu rechnen. Der Experte resümierte: "Die Entscheidungsfindung wird schwierig bleiben."

In der Eurozone verharrte die Inflationsrate im August laut einer zweiten Schätzung bei 2,0 Prozent. Zunächst war ein Anstieg auf 2,1 Prozent ermittelt worden. Bereits in den beiden Monaten zuvor hatte die Teuerung auf diesem Niveau gelegen. Die EZB strebt auf mittlere Sicht eine Inflationsrate von zwei Prozent an./la/nas

Für dich aus unserer Redaktion zusammengestellt

Dein Kommentar zum Artikel im Forum

Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend