Devisen: Eurokurs gibt Tagesgewinne im US-Handel weitgehend ab
NEW YORK (dpa-AFX) - Der Euro hat am Dienstag im US-Handel seine im Tagesverlauf verbuchten Gewinne wieder weitgehend abgegeben. Rund eine Stunde vor dem Börsenschluss an der New Yorker Wall Street kostete die Gemeinschaftswährung 1,1644 US-Dollar und damit nur wenig mehr als im asiatischen Handel am Morgen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs am Nachmittag in Frankfurt auf 1,1682 (Montag: 1,1673) Dollar (Dollarkurs) fest. Der Dollar kostete damit 0,8560 (0,8566) Euro.
Die Aufmerksamkeit am Devisenmarkt gilt einerseits weiterhin den diplomatischen Bemühungen, den Ukraine-Krieg zu beenden. Es ist zwar noch kein Frieden in Sicht, aber erstmals seit Beginn des russischen Angriffskriegs vor fast dreieinhalb Jahren zeichnet sich ein umfassender Verhandlungsprozess mit allen Beteiligten ab.
Ob allerdings Russland von seinen Maximalforderungen Abstand nehmen werde, sei unklar, hieß es von den Experten der Dekabank. Sie bezogen sich ferner auf Äußerungen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, wonach von den von Europa bereitgestellten Geldern Waffen in den USA gekauft werden sollen. Diese Aussagen bestärkten den Eindruck, dass die finanzielle Unterstützung für die Ukraine durch die Europäische Union wohl zunehmen werde. Dies wiederum werde die Diskussion über gemeinsame Schuldenfinanzierung weiter schüren.
Andererseits richten sich die Blicke bereits auf das am Donnerstag beginnende Notenbanker-Treffen in Jackson Hole. Besonderes Interesse kommt hier dem Auftritt des Fed-Präsidenten Jerome Powell am Freitag zu. Dieser dürfte zwar auf die US-Arbeitsmarktdaten vom Juli sowie auf die Revisionen älterer Jobdaten als Argumente für einen Richtungswechsel, nämlich eine erste Zinssenkung der US-Notenbank, hinweisen, aber auch die Unsicherheit mit Blick auf die Inflation betonen. Damit bleibe die Hürde für eine große Leitzinssenkung am 17. September um 0,5 Prozentpunkte hoch, schrieben die Experten der Dekabank. Aktuell rechnet eine deutliche Mehrheit unter den Finanzexperten mit einer Zinssenkung um 0,25 Prozentpunkte./ck/he
Hinweis:
ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen.
Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich
dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch
eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link
„Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für
diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.