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Devisen: Eurokurs gibt nach - US-Konjunkturdaten stützen Dollar

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat am Donnerstagnachmittag gegenüber dem US-Dollar nachgegeben. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete am Nachmittag 1,1607 US-Dollar. Am Mittag waren es noch 1,1663 Dollar (Dollarkurs) gewesen. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1639 (Mittwoch: 1,1651) Dollar fest.

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Am Nachmittag stützen überraschend gute Daten aus der US-Industrie den Dollar: Der S&P-Einkaufsmanagerindex für die Industrie war im August unerwartet gestiegen. Er signalisiert jetzt wieder ein wirtschaftliches Wachstum. Im Dienstleistungssektor trübte sich die Stimmung zwar etwas ein - aber nicht so deutlich wie erwartet. Hinzu kamen überraschend gute Daten vom US-Immobilienmarkt.

In der Eurozone trübte sich das Konsumklima hingegen unerwartet ein.

Der Indikator für das Konsumklima fiel laut EU-Kommission um 0,8 Punkte auf minus 15,5 Punkte. Analysten hatten im Schnitt einen unveränderten Wert von minus 14,7 Punkten erwartet.

Die Unternehmensstimmung hellte sich in der Eurozone und in Deutschland im August derweil überraschend auf. Volkswirt Elmar Völker von der Landesbank Baden-Württemberg sprach gleichwohl von einem ambivalenten Signal für die deutsche Wirtschaft im Hochsommer. Einerseits nehme die Industrie den zwiespältigen Zolldeal mit den USA doch erst mal verhalten positiv auf. Getreu dem Motto: Nicht wirklich gut, aber das Damoklesschwert einer weiteren Eskalation ist erst mal weg, was die Planbarkeit verbessere. Andererseits habe sich die Stimmung im Dienstleistungssektor nach zuvor zwei Anstiegen in Folge wieder eingetrübt. "Eine echte Aufbruchstimmung kommt so bis auf Weiteres nicht zustande", resümierte der Experte.

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Ansonsten warten Anleger auf Fortschritte bei den Friedensbemühungen im Ukraine-Krieg sowie auf neue geldpolitische Signale vom Notenbanker-Treffen in Jackson Hole. Marktteilnehmer erhofften sich Informationen darüber, wie es mit den Leitzinsen in den großen Volkswirtschaften weitergeht, hieß es von der Landesbank Hessen-Thüringen, Helaba. Eine Zinssenkung vonseiten der US-Notenbank Fed im September werde am Markt mehrheitlich erwartet. Die Frage sei nun, ob Fed-Chef Jerome Powell bei seiner Rede am Freitag auch entsprechende Signale sendet.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86540 (0,86450) britische Pfund, 172,09 (171,77) japanische Yen und 0,9389 (0,9403) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (Goldkurs) kostete am Nachmittag in London 3.344 Dollar. Das waren 4 Dollar weniger als am Vortag./jsl//mis

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