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Devisen: Euro wieder unter Druck - Regierungssturz in Paris bewegt aber kaum

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro hat seine Vortagesgewinne wieder eingebüßt. Die europäische Gemeinschaftswährung reagierte am Dienstag aber kaum auf den erwarteten Sturz der Regierung in Frankreich; am Markt war vielmehr von einer Zurückhaltung der Anleger vor dem anstehenden Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) die Rede. Die Gemeinschaftswährung kostete im US-Handel 1,1706 Dollar (Dollarkurs). Im frühen europäischen Geschäft hatte sie noch rund einen halben Cent höher notiert.

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Die EZB setzte den Referenzkurs auf 1,1744 (Montag: 1,1728) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8514 (0,8526) Euro.

Am Montag war der französische Premier François Bayrou in der Nationalversammlung im Streit über seinen Sparhaushalt mit einer Vertrauensfrage gescheitert. Bayrou hat mittlerweile seinen Rücktritt bei Macron eingereicht. Staatschef Emmanuel Macron ernannte nun den bisherigen Verteidigungsminister Sébastien Lecornu zum Premierminister.

"An den Finanzmärkten hat man mit einem Fall von François Bayrou gerechnet. Die Reaktionen fallen deshalb gemäßigt aus", kommentierte Chefvolkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank. Auch der Euro habe "keine größeren Blessuren aufgrund der politischen Turbulenzen in Frankreich" gezeigt.

"Die Finanzmärkte werten bislang Frankreich als Einzelrisiko und nicht als systemisches Risiko für die gesamte Eurozone", schrieb Gitzl. "Dieser Umstand dürfte wohl auch dem mittlerweile umfangreichen Instrumentenkasten der EZB zu verdanken sein." Anleger schauen daher bereits auch auf die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank an diesem Donnerstag und mögliche Aussagen von EZB-Präsidentin Christine Lagarde.

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Auch die Zinsentscheidung der US-Notenbank wird mit Spannung erwartet. Die Finanzmärkte gehen davon aus, dass die US-Notenbank in der kommenden Woche ihre Leitzinsen senken wird. Korrigierte US-Arbeitsmarktdaten bestätigten diese Erwartung. Das Beschäftigungswachstum in den USA war in den zwölf Monaten bis zum März 2025 weit weniger robust als zuvor berichtet. Die Zahl der Beschäftigten ist in diesem Zeitraum voraussichtlich um 911.000 geringer gewachsen als bisher bekannt, wie aus der vorläufigen Benchmark-Revision der US-Regierung hervorgeht. Das sind fast 76.000 weniger pro Monat. Zuletzt hatten bereits die viel beachteten, monatlichen Arbeitsmarktdaten enttäuscht und Erwartungen an Zinssenkungen verstärkt./la/nas

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