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Devisen: Euro verteidigt Vortagsgewinne

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat sich nach den deutlichen Kursgewinnen am Vortag kaum verändert. Die brüchige Waffenruhe im Nahen Osten belastete ihn nicht. Am Donnerstagnachmittag wurde die europäische Gemeinschaftswährung bei 1,1687 US-Dollar gehandelt. Am Morgen hatte sie noch etwas niedriger notiert. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1685 (Mittwoch: 1,1706) Dollar (Dollarkurs) fest. Der Dollar kostete damit 0,8557 (0,8542) Euro. Am Mittwoch war die Gemeinschaftswährung nach der Verkündigung der Waffenruhe zeitweise um einen Cent und über die Marke von 1,17 Dollar geklettert.

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Kurz nach der Verkündigung der Waffenruhe im Iran-Krieg werden deren Grundlagen zunehmend infrage gestellt. Belastet wird die Vereinbarung dadurch, dass Israel weiterhin militärisch gegen den Libanon und die vom Iran unterstützte Hisbollah vorgeht. Teheran wiederum besteht darauf, die Urananreicherung fortzusetzen, was den Interessen Israels und der USA zuwiderläuft. Kontroversen gibt es zudem um die Öffnung der Straße von Hormus für den Schiffsverkehr.

Expertin Antje Praefcke von der Commerzbank (Commerzbank Aktie) geht nicht davon aus, dass der Irankonflikt bald beendet wird. Einige Bedingungen im Waffenstillstand schienen auf erste Sicht wenig vertrauenerweckend - etwa der "Wegezoll" von zwei Millionen Dollar für eine Fahrt durch die Straße von Hormus. "Außerdem kennen wir mittlerweile den US-Präsidenten und die Unwägbarkeiten seiner Handlungen". Sie erwartet daher nicht, dass die Ölpreise schnell in Richtung des Vorkriegsniveaus fallen werden. Die gestiegenen Preise hatten den Dollar zuletzt gestützt. Schließlich verfügen die USA über große Ölvorkommen. Zudem wurde der Dollar als Weltleitwährung gesucht. Der Euro profitierte daher am Mittwoch von der Hoffnung auf eine nachhaltige Befriedung.

Die am Nachmittag veröffentlichten Konjunkturdaten aus den USA bewegten den Devisenmarkt nicht nachhaltig. Die Daten fielen überwiegend enttäuschend aus. So sind die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche stärker gestiegen als erwartet. Die Einkommen und Ausgaben der privaten Haushalte blieben im Februar hinter den Erwartungen zurück. Zudem ist die US-Wirtschaft im dritten Quartal weniger gewachsen als erwartet.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,87053 (0,86893) britische Pfund, 185,70 (185,13) japanische Yen und 0,9240 (0,9223) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (Goldkurs) (etwa 31,1 Gramm) kostete zuletzt 4.755 Dollar. Das waren rund 36 Dollar mehr als am Vortag./jsl/he

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