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Devisen: Euro nach Achterbahnfahrt über Niveau vor Powell-Spekulationen

NEW YORK (dpa-AFX) - Meldungen zu einer möglichen vorzeitigen Entlassung des US-Notenbankchefs haben den Euro am Mittwoch auf eine Achterbahnfahrt geschickt. Mit einer Schwankungsbreite von rund 1,6 US-Cent erlebte die seit Tagen schwächelnde Gemeinschaftswährung den turbulentesten Tag seit Monaten.

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Obwohl US-Präsident Donald Trump den Berichten schon nach kurzer Zeit widersprach, kostete die Gemeinschaftswährung mit zuletzt 1,1630 US-Dollar etwas mehr als vor dem Aufkommen der Spekulationen. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs davor auf 1,1602 (Dienstag: 1,1665) Dollar (Dollarkurs) festgesetzt und der Dollar damit 0,8619 (0,8572) Euro gekostet.

Trump will den Vorsitzenden der US-Notenbank Fed Jerome Powell nicht vorzeitig entlassen. "Nein, wir haben nichts vor", sagte er auf die Frage, ob er ihn entlassen wolle. Auf die Frage, ob er eine Entlassung Powells vollständig ausschließe, fügte der Präsident hinzu, dass dies "höchst unwahrscheinlich" sei, "es sei denn, er muss wegen Betrugs gehen". Er räumte aber ein, dass er mit republikanischen Abgeordneten über einen Rauswurf gesprochen habe. Zuvor hatten Medien berichtet, dass Trump Powell bald entlassen könnte.

Trump hatte Powell immer wieder heftig angegriffen und Zinssenkungen verlangt. Er beschimpfte ihn auf der Pressekonferenz als "Blödmann", der einen schrecklichen Job mache. Die Amtszeit von Powell endet im Mai 2026. Es gebe viele Leute, die den Posten als Notenbankchef anstrebten, sagte Trump. Er suche aber nur "Niedrigzinsleute" für den Job.

Die Vorwürfe, die Trump jetzt Powell macht, beziehen sich auf die Renovierung der Notenbank-Zentrale in Washington, die wohl deutlich teurer sein wird als ursprünglich geplant. Es sei möglich, dass es Betrug gegeben habe, sagte Trump. Er gehe davon aus, dass bereits gegen Powell ermittelt werde. Der Oberste Gerichtshof in Washington hatte im Mai signalisiert, dass Trump Führungsmitglieder der Fed nicht ohne triftigen Grund entlassen darf.

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Viele Analysten haben gewarnt, dass eine Entlassung Powells durch Trump die Finanzmärkte erschüttern und zu einer folgenschweren juristischen Auseinandersetzung über die Unabhängigkeit der Notenbank führen würde. Die Reaktion am Mittwoch fiel daran gemessen verhalten aus.

Powell bezeichnete Medienberichte über die Renovierungsarbeiten als unzutreffend. Anfang dieser Woche bat er den Generalinspekteur der Bank offiziell, die Renovierungsarbeiten zu überprüfen. Der Streit könnte rechtliche Bedeutung erlangen, sollte Trump sich doch entscheiden, gegen Powell vorzugehen./gl/he

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