Der US-Arbeitsmarktbericht hatte am Donnerstag den Euro zum Dollar nur vorübergehend belastet. Der Beschäftigungsaufbau und die Arbeitslosenquote entwickelten sich merklich besser als erwartet. Experten sehen jedoch Schwächen, da ein großer Teil des Stellenaufbaus im Staatssektor erfolgte. Die meisten Ökonomen erwarten weiterhin eine Leitzinssenkung durch die US-Notenbank Fed erst auf der übernächsten Sitzung im September.
Schwache Konjunkturdaten aus Deutschland belasteten den Euro am Vormittag nicht. Die Auftragseingänge waren im Mai stärker als erwartet gefallen. Allerdings wurde der Anstieg im April deutlich nach oben revidiert. Experte Jens-Oliver Niklasch von der Landesbank Baden-Württemberg sprach mit Blick auf die Mai-Daten in einer ersten Reaktion von einer leichten Enttäuschung, die aber nicht überbewertet werden sollte. "Zuletzt waren die Zahlen aus der Industrie durchaus ansprechend, sodass auch mal der eine oder andere Rücksetzer zu verkraften ist."
Aus den USA gab es kaum Impulse. Es wurden wegen des dortigen Feiertags keine Konjunkturdaten veröffentlicht.
Der Blick richtete sich jetzt auf die Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump. "Problematisch könnte es nochmals in der kommenden Woche werden, wenn das Trumpsche Datum für die Einigung auf neue Zollabkommen erreicht wird", schreibt Dekabank-Chefvolkswirt Ulrich Kater. "Aber auf diesem Feld sind die Marktteilnehmer nicht mehr so schreckhaft wie noch vor einigen Monaten, wissen sie doch, dass Zölle zwar dauerhaft bleiben werden, die US-Regierung jedoch vor den selbstzerstörerischen Effekten von zu hohen Zollsätzen zurückschreckt." US-Präsident Donald Trump will ab dem 9. Juli weitere Zölle in Kraft treten lassen, wenn die EU ihm in Handelsfragen nicht entgegenkommt.
| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Kurs |
Call
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5
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10
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20
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| Fallender Kurs |
Put
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5
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10
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20
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Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86250 (0,86290) britische Pfund, 169,92 (169,58) japanische Yen und 0,9346 (0,9351) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (Goldkurs) kostete am Nachmittag in London 3.332 Dollar. Das waren etwa 6 Dollar mehr als am Vortag./jsl/
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