dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 492

Devisen: Euro behauptet im US-Handel höchsten Stand seit September 2021

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro hat am Dienstag im US-Handel seine deutlichen Tagesgewinne verteidigt. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete zuletzt 1,1870 Dollar (Dollarkurs) und notierte damit auf dem Niveau von September 2021. Im frühen europäischen Geschäft war sie noch merklich unter 1,18 Dollar gehandelt worden. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1807 (Montag: 1,1766) Dollar fest.

play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern
Für dich zusammengefasst:
Hinweis
EUR/USD 1,18148 EUR/USD (Euro / US-Dollar) Chart +0,28%
Zugehörige Wertpapiere:

Der Euro profitierte von besser als erwartet ausgefallenen Konjunkturdaten aus Deutschland. So sind die Konjunkturerwartungen des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) im September unerwartet gestiegen. Die Beurteilung der aktuellen Lage allerdings trübe sich ein.

"Zwar hat der Saldo der Lageeinschätzungen nachgegeben, der Anstieg des Erwartungssaldos aber lässt hoffen, dass im Verlauf der kommenden Quartale eine konjunkturelle Belebung einsetzt", kommentierte Ralf Umlauf, Volkswirt bei der Landesbank Helaba. "Die Zinssenkungserwartungen hinsichtlich der EZB werden demnach gedämpft bleiben." Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte zuletzt ihre Zinsen bestätigt. Die meisten Experten erwarten auch auf der kommenden Sitzung im Oktober keine Leitzinssenkung.

Anleger blicken allerdings vermehrt auf die US-Notenbank Fed. Die besser als erwartet ausgefallenen Einzelhandelsumsätze in den USA bewegten den Markt kaum. Derzeit gehen Ökonomen überwiegend davon aus, dass die US-Notenbank Fed an diesem Mittwoch eine Zinssenkung um 0,25 Prozentpunkte bekanntgeben wird. "Der Konsument ist somit weiterhin eine tragende Säule der Wirtschaft der Vereinigten Staaten", kommentiert Nord/LB-Analyst Tobias Basse. Mit diesen Zahlen ist eine kräftige Senkung der US-Leitzinsen noch unwahrscheinlicher geworden.

Der Machtkampf zwischen US-Präsident Donald Trump und der US-Notenbank Federal Reserve geht unterdessen in die nächste Runde. Das von Trump angerufene Berufungsgericht blockiert die Entlassung von Fed-Gouverneurin Lisa Cook, derweil der Senat die Ernennung von Stephen Miran, einem Trump-Vertrauten, als Gouverneur der Fed bestätigte. Die Fed-Sitzung könnte damit nach Expertenmeinung äußerst kontrovers verlaufen./la/nas

Für dich aus unserer Redaktion zusammengestellt

Dein Kommentar zum Artikel im Forum

Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend