- Der Euro kostete zuletzt 1,1870 Dollar.
- Die EZB setzte den Referenzkurs auf 1,1807 Dollar fest.
- Die Zinssenkungserwartungen bezüglich der EZB bleiben gedämpft.
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Der Euro profitierte von besser als erwartet ausgefallenen Konjunkturdaten aus Deutschland. So sind die Konjunkturerwartungen des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) im September unerwartet gestiegen. Die Beurteilung der aktuellen Lage allerdings trübe sich ein.
"Zwar hat der Saldo der Lageeinschätzungen nachgegeben, der Anstieg des Erwartungssaldos aber lässt hoffen, dass im Verlauf der kommenden Quartale eine konjunkturelle Belebung einsetzt", kommentierte Ralf Umlauf, Volkswirt bei der Landesbank Helaba. "Die Zinssenkungserwartungen hinsichtlich der EZB werden demnach gedämpft bleiben." Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte zuletzt ihre Zinsen bestätigt. Die meisten Experten erwarten auch auf der kommenden Sitzung im Oktober keine Leitzinssenkung.
Anleger blicken allerdings vermehrt auf die US-Notenbank Fed. Die besser als erwartet ausgefallenen Einzelhandelsumsätze in den USA bewegten den Markt kaum. Derzeit gehen Ökonomen überwiegend davon aus, dass die US-Notenbank Fed an diesem Mittwoch eine Zinssenkung um 0,25 Prozentpunkte bekanntgeben wird. "Der Konsument ist somit weiterhin eine tragende Säule der Wirtschaft der Vereinigten Staaten", kommentiert Nord/LB-Analyst Tobias Basse. Mit diesen Zahlen ist eine kräftige Senkung der US-Leitzinsen noch unwahrscheinlicher geworden.
Der Machtkampf zwischen US-Präsident Donald Trump und der US-Notenbank Federal Reserve geht unterdessen in die nächste Runde. Das von Trump angerufene Berufungsgericht blockiert die Entlassung von Fed-Gouverneurin Lisa Cook, derweil der Senat die Ernennung von Stephen Miran, einem Trump-Vertrauten, als Gouverneur der Fed bestätigte. Die Fed-Sitzung könnte damit nach Expertenmeinung äußerst kontrovers verlaufen./la/nas
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