Devisen: Erholung treibt Euro über 1,15 US-Dollar

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Banknoten verschiedener Währungen (Symbolbild).
- pexels.com

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro hat am Montag bis über die Marke von 1,15 Dollar (Dollarkurs) angezogen. Die Gemeinschaftswährung setzte auf ihrem niedrigsten Stand seit August zur Erholung an. Zuletzt wurden in New York 1,1518 US-Dollar bezahlt, nachdem das Tagestief zuvor noch fast einen Cent tiefer gelegen hatte. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zwischenzeitlich auf 1,1478 (Freitag: 1,1476) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8712 Euro.

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Gestützt wurde der Euro von etwas sinkenden Ölpreisen und einer freundlichen Stimmung an den Aktienmärkten. Der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus ist für den internationalen Transport von Öl (Rohöl) und Flüssiggas wegen des Kriegs zwar weiterhin kaum existent. Allerdings sorgte es für Aufsehen, dass es seit dem Wochenende wohl mehreren Tankern gelang, das Nadelöhr zu passieren.

Laut einem Bericht der Zeitung "The Times of India" wurde zwei unter indischer Flagge fahrenden Flüssiggastankern vom Iran die sichere Fahrt durch die Straße von Hormus gewährt. Laut dem JPMorgan-Analysten Otar Dgebuadze wird nun darüber spekuliert, ob der Iran Schiffen aus Indien sowie China die Durchfahrt erlauben könnte. In diesem Falle geht der Experte aber nicht davon aus, dass dies die Situation an den Energiemärkten deutlich erleichtern kann.

Der Euroraum litt zuletzt unter steigenden Ölpreisen stärker als die USA, da die USA Nettoexporteur von Rohöl sind. In der vergangenen Woche war der Dollar wegen der Folgen des Iran-Kriegs als Krisenwährung gefragt gewesen, während der Kurs der Gemeinschaftswährung um etwa zwei Cent gesunken war. Am Freitag war der Euro noch mit 1,1411 Dollar auf den tiefsten Stand seit Ende August 2025 gefallen.

Neben dem Krieg im Nahen Osten haben Investoren auch Zinsentscheidungen von wichtigen Notenbanken im Blick. Auf dem Programm stehen im weiteren Verlauf der Woche unter anderem geldpolitische Entscheidungen der EZB, der US-Notenbank Fed und der japanischen Notenbank./jsl/men/tih/stw

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