“Es dürfte angebracht sein, den Leitzins bei einer der nächsten geldpolitischen Sitzungen anzuheben.”
Die Gründe sind vielfältig, aber der Ausschuss hob hervor, dass es in erster Linie um die Inflation geht, die seit mehreren Jahren über dem Zielwert liegt. Sie ist deutlich höher als prognostiziert (im März bei 3,6% ggü. Vj, Kernrate 3,0%), außerdem dürfte das Lohnwachstum stärker sein als noch im Dezember erwartet, was zusätzliche Preisrisiken birgt.
Zwar wirkt die stärkere Krone dämpfend auf die Preissteigerungen bei den Waren. Aber der Krieg im Nahen Osten hat die Energiepreise nach oben katapultiert, sodass die Disinflation ausgebremst wird. Höhere Energiepreise werden laut Norges Bank wahrscheinlich das weltweite Wachstum dämpfen und die Inflation sowohl im Ausland als auch in Norwegen in die Höhe treiben. Deshalb ist der Notenbankausschuss der Ansicht, dass eine restriktivere Geldpolitik notwendig ist, um die Inflation innerhalb eines angemessenen Zeitraums wieder auf das Zielniveau von 2% zu bringen.
Eine gewisse Vorsicht ließ die Norges Bank jedoch walten. Zwar deuten die Inflationsaussichten darauf hin, dass eine Anhebung des Leitzinses wahrscheinlich erforderlich sein wird. Gleichzeitig erschwert aber die unerwartet hohe Inflation der letzten Monate die Einschätzung der zugrunde liegenden Faktoren, die für den Inflationsdruck sorgen. Außerdem ist die Unsicherheit hinsichtlich der Öl- und Gaspreise außergewöhnlich hoch. Deshalb hat die Norges Bank auch nicht sofort den Leitzins angehoben, sondern signalisiert dies für eine der nächsten Sitzungen.
| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Kurs |
Call
|
5
|
10
|
20
|
| Fallender Kurs |
Put
|
5
|
10
|
20
|
Ihren Zinspfad hat sie entsprechen angepasst; dieser signalisiert jetzt einen Zinsschritt im Juni (siehe Abbildung unten). Je nach Entwicklung der Wirtschafts- und Inflationsaussichten könnte der Leitzins aber in der zweiten Jahreshälfte noch weiter angehoben werden. Hierfür lässt sich die Norges Bank Spielraum, den sie, sollte es notwendig werden, nutzen kann.
Normalerweise führt eine derartige Kehrtwende in der Geldpolitik zu einer erheblichen Reaktion in der Währung. Aber zum einen haben viele Zentralbanken bereits ihre Besorgnis über steigende Inflationsraten aufgrund des Ölpreisschocks geäußert, sodass sich die Zinserwartungen für einige Währungen schon angepasst haben, zum anderen spielen Zinsdifferenzen derzeit am Devisenmarkt eine untergeordnete Rolle. Deshalb bleiben die Entwicklungen im Nahostkonflikt bzw. die Ölpreise weiterhin die hauptsächlichen Treiber für die NOK.

| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| FC6GDP | Call | EUR/NOK | Hebel: 5,2 |
| SU080C | Put | EUR/NOK | Hebel: 5,2 |
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