Ethereum Upgrade Fusaka: Der heimliche Weg zu einer Million TPS

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Symbolische Münzen der Kryptowährungen Litecoin, Ethereum, Bitcoin und Ripple.
- pixabay.com

Ethereum steht vor einem Update, das nach außen unspektakulär klingt – für das gesamte Ökosystem aber wie ein Befreiungsschlag wirken könnte. Am 3. Dezember landet Fusaka auf dem Mainnet. Und dieses Mal gibt es wenig Marketing-Feuerwerk, keine sensationellen Wallet-Features – und kein großes Drama. Stattdessen liefert Ethereum genau das, was es am dringendsten braucht: rohe Leistungssteigerung.

Das bringt Fusaka

Im Zentrum des Upgrades steht PeerDAS (EIP-7594) – ein Meilenstein für Ethereum. Während das Dencun-Update 2024 die sogenannten Blobs einführte, bringt Fusaka nun deren entscheidende Optimierung auf den Weg. Statt komplette Blob-Daten laden zu müssen, können Validatoren künftig nur kleine Datenstücke sampeln. Das senkt Bandbreite, erhöht Effizienz und öffnet die Tür für eine künftige Achtfachung der Blob-Kapazität.

Für L2s wie Base steht damit ein Sprung von 1.500 auf voraussichtlich 10.000 Transaktionen die Sekunde (TPS) im Raum. Hyperliquid-Konkurrent und Ethereum Layer-2 Lighter könnte sogar bis zu 350.000 TPS erreichen. Mit verbesserter Data-Availability und weiteren Optimierungen in Aussicht sind Rollups auf dem besten Weg, schon bald die Marke von 1 Million TPS im Ökosystem zu überschreiten.

Ein “Manhattan Project”

Werte aus dem Artikel:

Neben PeerDAS bringt Fusaka eine Reihe technischer Verbesserungen, die auf den ersten Blick unscheinbar wirken, langfristig aber große Wirkung entfalten können: Das sogenannte Gaslimit, also die Rechenkapazität pro Block, soll auf bis zu 60 Millionen steigen. Gleichzeitig werden datenintensive Transaktionen besser reguliert und mit EIP-7939 erhält die Ethereum Virtual Machine (EVM) einen neuen Befehlscode, der komplexe Berechnungen effizienter machen soll. Klingt nach Entwickler-Detail – ist aber essenziell für schnellere Prozesse und mehr Parallelität im Netzwerk.

Auch für den Alltag bringt Fusaka praktische Neuerungen: EIP-7951 integriert einen weit verbreiteten Signaturalgorithmus, der etwa in Apple-Geräten, Android-Smartphones und modernen Web-Logins verwendet wird. So könnten Wallets künftig nahtlos mit bestehender Hardware interagieren – ein kleiner Schritt für Entwickler, ein großer für die Nutzerfreundlichkeit.

Das Fusaka-Upgrade setzt einen weiteren Trend fort, der mit Pectra begann: ein Fokus auf die Layer-1-Skalierung. Denn die veraltete Architektur der Mainchain soll ein Makeover bekommen – genannt “Lean-Ethereum”. Hierbei helfen soll die Implementierung von Zero-Knowledge “SNARKs”, die Entwickler Justin Drake als Ethereums “Manhattan Project” bezeichnet. Mit ihnen soll die Mainchain aufgeräumt und auf mit Solana konkurrenzfähiges Level angehoben werden.

Latency to prove Ethereum blocks have dropped to 7.5 sec (from 3m30) in the past 30 days, while cost have dropped by 66%.


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