Landesbank Baden-Württemberg Bereit für Neues Landesbank Baden-Württemberg
Landesbank Baden-Württemberg Bereit für Neues Landesbank Baden-Württemberg
Die LBBW ist eines der führenden Finanzinstitute in Deutschland und bietet auch in Zeiten der Veränderung Stabilität und Sicherheit. Seit über 200 Jahren steht die LBBW an der Seite ihrer Kunden, um gemeinsam Neues zu schaffen.
Als mittelständische Universalbank sowie Zentralinstitut der Sparkassen in Baden-Württemberg, Sachsen und Rheinland-Pfalz ist die LBBW mit ihren Kunden auf Augenhöhe und begleitet diese aktiv im Wandel. Die Kundenbeziehungen der LBBW bestehen oft über viele Jahrzehnte, was das Vertrauen gegenüber der Bank widerspiegelt. Dieses immer wieder neu zu verdienen, daran arbeitet die LBBW täglich mit Leidenschaft.
Am deutschen Zertifikatemarkt gehört die LBBW zu den größten Anbietern von Zertifikaten und strukturierten Anleihen. Hier verfügt das Emissionhaus über eine langjährigen Expertise und bietet seit mehr als 20 Jahren ein verlässliches und vielfältiges Produktangebot in den Anlageklassen Aktien, Zinsen und Credits. Produkte und weitere Informationen finden Sie unter https://www.lbbw-markets.de.
Die LBBW gehört dem Sicherungssystem der Deutschen Sparkassen-Finanzgruppe an. Weitere Informationen stehen im Internet unter www.dsgv.de/sicherungssystem zur Verfügung.

 | 
aufrufe Aufrufe: 224

Machtkampf in Teheran

play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern

Märkte zwischen Hoffnung auf Verhandlungen und Eskalationsrisiken


Die Eskalation im Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und Iran verläuft nicht nur entlang militärischer und diplomatischer Fronten, sondern zunehmend auch entlang inneriranischer Bruchlinien. Während der amerikanische Präsident eine neue Verhandlungsrunde ankündigt und zugleich mit massiven Angriffen droht, ringen in Teheran Revolutionsgarde, Sicherheitsrat und Regierung um Deutungshoheit - mit direkten Folgen für Straße von Hormus, Ölpreis und Marktstimmung.

Drohungen überschatten neue Verhandlungsrunde

Der amerikanische Präsident hat eine weitere Verhandlungsrunde mit Iran angekündigt - und diese zugleich mit drastischen Drohungen verknüpft. "Meine Vertreter gehen nach Islamabad, Pakistan", schrieb Donald Trump am Sonntag auf seiner Plattform Truth Social. "Sie werden morgen Abend dort sein, für Verhandlungen." Amerika biete Iran einen "sehr fairen und vernünftigen Deal" an. Lehne Teheran das Angebot ab, werde man "jedes einzelne Kraftwerk und jede einzelne Brücke in Iran" zerstören. Von iranischer Seite hieß es zunächst, man wolle keine Delegation nach Pakistan entsenden. Irans Chefunterhändler Bagher Ghalibaf hatte bereits am Samstag Erwartungen an eine rasche Einigung gedämpft: Man sei "von einer endgültigen Einigung noch immer weit entfernt", in "ein oder zwei zentralen Punkten" gebe es keine Kompromissbereitschaft. Die USA müssten ihre "Haltung aufgeben, uns etwas aufzwingen" zu wollen. Teheran erwarte, dass auf jeden iranischen Schritt ein amerikanischer folge: "Es sollte nicht so sein, dass wir unsere Verpflichtungen erfüllen und sie nicht", sagte Ghalibaf. Die scharfen amerikanischen Drohungen und die zurückhaltenden iranischen Reaktionen unterstreichen, wie fragil die Waffenruhe kurz vor ihrem Auslaufen ist - und wie sehr die jüngste Rally an den Aktienmärkten auf Hoffnung statt auf belastbaren Vereinbarungen basiert.

Ölpreis steigt, Märkte wieder vorsichtiger

Die Finanzmärkte reagierten heute Morgen mit Vorsicht. Der Preis für die Nordseesorte Brent stieg nach den jüngsten Zwischenfällen und Drohungen um 5,4 % auf 95 USD je Barrel. Die Terminkontrakte auf den amerikanischen Leitindex S&P 500 gaben um 0,6 % nach, nachdem der Index am Freitag noch ein Rekordhoch erreicht hatte, gestützt von der kurzfristigen Hoffnung auf eine stabile Waffenruhe und eine "komplett offene" Straße von Hormus. Am US-Rentenmarkt stiegen im Zuge der höheren Energiepreise die Renditen, die zehnjährige Staatsanleihe rentierte bei 4,27 %. Der Dollar, der sich im Konfliktverlauf als bevorzugter sicherer Hafen erwiesen hat, legte nach vorherigen Verlusten wieder leicht zu. In Asien zeigten sich die Börsen dagegen vergleichsweise robust: Der MSCI-Index für die Region stieg, getrieben von Technologiewerten wie Taiwan Semiconductor und SK Hynix; Indizes in Taiwan, Singapur, China und Südkorea machten kriegsbedingte Verluste weitgehend wett.

Ausblick auf die Woche


Der Fokus der Märkte richtet sich in dieser Woche auf den zweiten Verhandlungsanlauf sowie auf eine mögliche Verlängerung des Waffenstillstands über den 21. April hinaus. Auf der Makroseite stehen an Dienstag in den USA die Einzelhandelsumsätze für März im Fokus. Wie stark haben die stark steigenden Benzinausgaben die allgemeine Kauflaune gedämpft? Im Euroraum stehen mit den Einkaufsmanagerindizes am Donnerstag und dem ifo Geschäftsklima am Freitag die wichtigsten Konjunkturfrühindikatoren für April auf der Agenda. Weitere Stimmungsdämpfer sind wahrscheinlich.


Wichtige Hinweise


Diese Publikation richtet sich ausschließlich an Empfänger in der EU, Schweiz und Liechtenstein. Diese Publikation wird von der LBBW nicht an Personen in den USA vertrieben und die LBBW beabsichtigt nicht, Personen in den USA anzusprechen.

Aufsichtsbehörden der LBBW: Europäische Zentralbank (EZB), Sonnemannstraße 22, 60314 Frankfurt am Main und Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Graurheindorfer Str. 108, 53117 Bonn / Marie-Curie-Str. 24-28, 60439 Frankfurt.

Diese Publikation beruht auf von uns nicht überprüfbaren, allgemein zugänglichen Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir jedoch keine Gewähr übernehmen können. Sie gibt unsere unverbindliche Auffassung über den Markt und die Produkte zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses wieder, ungeachtet etwaiger Eigenbestände in diesen Produkten. Diese Publikation ersetzt nicht die persönliche Beratung. Sie dient nur zu Informationszwecken und gilt nicht als Angebot oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Für weitere zeitnähere Informationen über konkrete Anlagemöglichkeiten und zum Zwecke einer individuellen Anlageberatung wenden Sie sich bitte an Ihre Anlageberaterin oder -berater. Wir behalten uns vor, unsere hier geäußerte Meinung jederzeit und ohne Vorankündigung zu ändern.

Wir behalten uns des Weiteren vor, ohne weitere Vorankündigung Aktualisierungen dieser Information nicht vorzunehmen oder völlig einzustellen. Die in dieser Ausarbeitung abgebildeten oder beschriebenen früheren Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen stellen keinen verlässlichen Indikator für die künftige Wertentwicklung dar.

Herausgeber


Landesbank Baden-Württemberg
Am Hauptbahnhof 2
70173 Stuttgart




Über den Autor

RSS-Feed
Die LBBW ist eines der führenden Finanzinstitute in Deutschland und bietet auch in Zeiten der Veränderung Stabilität und Sicherheit. Seit über 200 Jahren steht die LBBW an der Seite ihrer Kunden, um gemeinsam Neues zu schaffen.
Als mittelständische Universalbank sowie Zentralinstitut der Sparkassen in Baden-Württemberg, Sachsen und Rheinland-Pfalz ist die LBBW mit ihren Kunden auf Augenhöhe und begleitet diese aktiv im Wandel. Die Kundenbeziehungen der LBBW bestehen oft über viele Jahrzehnte, was das Vertrauen gegenüber der Bank widerspiegelt. Dieses immer wieder neu zu verdienen, daran arbeitet die LBBW täglich mit Leidenschaft.
Am deutschen Zertifikatemarkt gehört die LBBW zu den größten Anbietern von Zertifikaten und strukturierten Anleihen. Hier verfügt das Emissionhaus über eine langjährigen Expertise und bietet seit mehr als 20 Jahren ein verlässliches und vielfältiges Produktangebot in den Anlageklassen Aktien, Zinsen und Credits. Produkte und weitere Informationen finden Sie unter https://www.lbbw-markets.de.
Die LBBW gehört dem Sicherungssystem der Deutschen Sparkassen-Finanzgruppe an. Weitere Informationen stehen im Internet unter www.dsgv.de/sicherungssystem zur Verfügung.

Für dich aus unserer Redaktion zusammengestellt

Dein Kommentar zum Artikel im Forum

Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend