DAX Analyse heute: Geopolitik, Gold & starke US-Daten im Fokus

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Der Start des DAX nach dem langen Osterwochenende musste erst einmal den Montag aufarbeiten. Denn an der Wall Street ist bereits gehandelt worden und auch Wirtschaftsdaten prägten das Bild vom Montag, an denen die US-Indizes mit einem Plus aus dem Handel gingen. Vor Ablauf des Trump-Ultimatums an den Iran waren die US-Futures heute am Morgen jedoch negativ. Somit startet der DAX auch erst einmal unter den Nacht-Hochs in den Handel der institutionellen Anleger:innen ab 9.00 Uhr, konnte aber im ersten Impuls schnell wieder die 23.200 anlaufen. Die anschließende Konsolidierung stoppte bereits vor dem Tief der Vorbörse, sodass ich ein Long-Setup favorisierte und zum Webinarstart das Gewinnziel von erneuten 23.200 Punkten präsentieren wollte. Der Trade lief ins Ziel, doch der Markt sprunghaft darüber hinaus. Was war geschehen?

Erneut machte eine News die "Runde", ein Friedensabkommen im Iran steht bevor. Zumindest wächst der Druck auf Donald Trump, denn parallel wird vermeldet, dass der Iran mit der Schließung von Bab al-Mandab droht. Dieser Engpass zusammen mit der Straße von Hormus steht für ein Viertel der weltweiten Energieversorgung und einen großen Teil der asiatischen Exporte nach Europa. Ein hochrangiger Berater des Obersten Führers Mujtaba Khamenei drohte damit, dass iranische Verbündete die Schifffahrtsroute Bab al-Mandab blockieren könnten, so wie Teheran es mit der Straße von Hormuz faktisch getan hat. Wenn nun Donald Trump unter diesen Bedingungen zu einem schnellen Deal bereit ist, könnte das also die Lage direkt entschärfen, so die Interpretation an der Börse mit erneut steigenden Notierungen.

Wir suchten im Livestream somit nach einem potenziellen Ziel der Bewegung. Die 23.300 bot sich erst einmal an, da der erste Impuls nach den News dort endete. Doch schon mit der Überschreitung wenige Minuten danach kam das GAP-close zum Schlusskurs des vergangenen Mittwochs und das Hoch der Vorwoche um 23.380 Punkte zum Tragen. Genau dort kam das Momentum zum Erliegen und ein spekulativer Short ins Gespräch. Etwas konservativer war es, den Bruch des Aufwärtstrends abzuwarten und dann auf eine Gegenbewegung bis 23.300 zu spekulieren, respektive die Position dort noch zu vergrößern. Bis zum Ende des Webinars kam es zu dieser ersten Korrektur, die wir auch noch einmal im Bild dann aufzeigen.

Aus der Community kam zudem die Frage nach dem Goldpreis, der im geopolitischen Umfeld ebenfalls immer stark auf News reagiert. Hier ist der mittelfristige Abwärtstrend ein technischer Trigger, um von einem erneuten Run in Richtung 5.000 US-Dollar potenziell profitieren zu können. Dies analysieren wir im dritten Teil des Videos.

Zuvor werden noch die aktuellen Wirtschaftsdaten gewichtet und interpretiert. Mit einem starken NFP-Bericht am Freitag, der nun wieder einen robusten Arbeitsmarkt aufzeigt, scheinen die Zinssenkungen für 2026 komplett aus dem Blickfeld zu rücken. Ebenfalls wurden ISM-Daten vermeldet, die für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor weiterhin Wachstum und damit ebenfalls ein solides Fundament der US-Wirtschaft signalisieren. Live konnte Einkaufsmanagerdaten aus Europa vom Vormittag mit eingebunden werden. Doch diese haben weniger Wirkung an den Börsen als die adäquaten Veröffentlichungen in den USA.

Meine Erörterung vom Setup für das Daytrading und der Ausrichtung "Trendumkehr" ist somit erörtert worden und kam im ersten Schritt zum Tragen sowie in der Nachbetrachtung vom ersten Impuls 9.00 Uhr noch einmal konkret auf den Schirm. 

Der Startpunkt der nächsten Traders Circle Session wird dann wieder zum Wall Street Start stattfinden (Mittwoch 15:15).

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