Aktien Frankfurt: Dax stabil zu Beginn wegweisender Woche

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Montag seine moderaten Verluste abgeschüttelt. Gegen Mittag notierte der deutsche Leitindex praktisch unverändert bei 26.134 Punkten. Damit blieb er über der Marke von 26.000 Punkten sowie der Unterstützung der charttechnisch wichtigen 21-Tage-Linie, die er kurzzeitig testete. Die Stabilisierung vom Freitag nach der vorangegangenen Verlustserie hat Bestand. Der Weg zurück zum Rekordhoch von knapp 26.574 Punkten dürfte aber steinig bleiben angesichts wichtiger Ereignisse im Laufe der Woche.

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Die Anleger dürften sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, bevor Nvidia "seine Zahlen vorlegt und der neue Fed-Vorsitzende uns verrät, ob er sich mehr Sorgen um die Inflation oder um den Anleihemarkt macht", kommentierte Josh Gilbert, Analyst bei eToro.

Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, konstatierte eine weiter abwartende Haltung am Markt. Die Investoren in Frankfurt "nehmen die Ereignisse im Iran und die neue Strafzollrunde der USA gegen Kanada weiter eher gelassen hin", so sein Fazit.

Am Mittwoch nach US-Börsenschluss legt der Chipriese Nvidia seinen Quartalsbericht vor, und am Freitag steht der Auftritt des US-Notenbankchefs Kevin Warsh in Jackson Hole auf der Agenda. Hier wird es vor allem um mögliche Aussagen zur künftigen Geldpolitik gehen, die relevant werden dürften für die Entwicklung der Marktzinsen. Sie sind gerade im KI-Bereich mit seinem immensen Investitionsbedarf von hoher Bedeutung. Wichtig für die US-Währungshüter seien zudem am Mittwoch anstehende Inflationsdaten, hieß es aus dem Markt.

Für den MDax mit den mittelgroßen Unternehmen ging es am Montag um 0,25 Prozent auf 32.190 Punkte hoch. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor knapp 0,1 Prozent.

Werte aus dem Artikel:
DAX 40 25.141 +0,60%
MDAX (Performance) 30.050,68 +1,17%

Von den internationalen Vorgaben bekam der Dax keine Unterstützung. Die US-Börsen hatten am Freitag zwar zugelegt. Doch zu Wochenbeginn zeichnen sich auch hier überwiegend Kursverluste ab. Zudem ging es an den asiatischen Handelsplätzen nach unten. Insbesondere der technologielastige südkoreanische Kospi stand deutlich unter Druck.

Am deutschen Aktienmarkt gerieten zu Wochenbeginn Halbleitertitel im Sog schwacher KI-Werte in Asien etwas unter Druck. "Gewinnmitnahmen bei Halbleiter- und KI-Unternehmen prägen das Handelsbild", resümierte Experte Lipkow.

Die Anteile der Hersteller Infineon (Infineon Aktie) und Elmos verbilligten sich um 0,9 beziehungsweise 0,6 Prozent. Die Zulieferer Aixtron und Suss Microtec verloren 0,4 beziehungsweise 1,4 Prozent. Samsung überzeugte die Anleger mit seinen Dividenden- und Aktienrückkaufplänen nicht, wie ein deutlicher Kursrückgang zeigte. Auch die Titel des Branchenkollegen SK Hynix büßten an Wert ein.

Unter den Autotiteln geriet Dax-Schlusslicht Volkswagen (VW) mit minus 2 Prozent am stärksten unter Druck. BMW und Mercedes -Benz verbilligten sich um 1,2 und 0,8 Prozent. VW-Konzernchef Oliver Blume schwört die Belegschaft auf tiefgreifende Einschnitte ein und fordert angesichts einer globalen Branchenkrise Zusammenhalt. "Auf die nächsten Wochen kommt es an: Alle müssen mitziehen", sagte er der "Bild am Sonntag". "Wir haben den größten Transformationsplan in der Geschichte des Volkswagen-Konzerns aufgesetzt."

Dagegen waren Stahl- und Rohstoffwerte wie schon am Freitag gefragt: Thyssenkrupp und Aurubis (Aurubis Aktie) legten um 1,8 und 1,5 Prozent zu. Die Besitzer der Chemieaktien Brenntag (Brenntag Aktie) und Wacker Chemie konnten sich ebenfalls über Kursgewinne freuen./gl/mis

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---


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