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Aktien Frankfurt Ausblick: Erholung nach jüngster Talfahrt erwartet

FRANKFURT (dpa-AFX) - Am deutschen Aktienmarkt stehen die Zeichen auf Erholung. Nach den deutlichen Verlusten am Vortag, die den Dax wieder unter die 24.000-Punkte-Marke gedrückt hatten, werden am Mittwoch steigende Kurse erwartet.

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Der X-Dax signalisiert rund eine Stunde vor dem Börsenstart ein Plus von 0,8 Prozent auf 24.146 Punkte für den deutschen Leitindex. In der vergangenen Woche noch hatten Hoffnungen auf ein Abkommen zwischen den USA und dem Iran den Dax mit etwas über 25.150 Punkten auf den höchsten Stand seit Beginn des Iran-Kriegs getrieben. Mit deren Verflüchtigung hatten sich auch die Erholungsgewinne wieder aufgelöst.

Nun steht der Besuch von US-Präsident Donald Trump in China an. Marktexperte Jochen Stanzl von der Consorsbank nennt es "das meistbeachtete Ereignis des heutigen Tages". Vordergründig gehe es um den Handel, denn Trump reise mit dem "Who's Who der amerikanischen Wirtschaft" nach Peking, schrieb er. Der Besuch werde jedoch vom Iran-Krieg überschattet. Der innenpolitische Druck auf Trump, den Krieg zu beenden, sei angesichts der hohen Inflation im April nochmals gewachsen. "Ob er die Antworten darauf allerdings in Peking finden wird, ist fraglich."

Im Fokus hierzulande steht zudem eine Flut an Quartalsbilanzen aus Dax, MDax und SDax , die erneut starke Bewegungen auslösen könnten. Im Leitindex dürfte die Aufmerksamkeit vor allem Schwergewichten wie Siemens (Siemens Aktie) , Allianz (Allianz Aktie) , Deutsche Telekom und vor allem Merck gelten.

Geringere Versicherungsschäden und ein brummendes Fondsgeschäft bescherten der Allianz einen überraschend starken Jahresstart. Die Jahresziele bestätigte der Versicherungskonzern. Auf der Handelsplattform Tradegate legte die Aktie im Vergleich zum Xetra-Börsenschluss um rund ein Prozent zu.

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Für das Siemens-Papier ging es vorbörslich um rund anderthalb Prozent hoch und ähnlich stieg auch die T-Aktie . Der Technologiekonzern Siemens profitierte im zweiten Geschäftsquartal von einer hohen Nachfrage im Zusammenhang mit KI-Rechenzentren sowie einem starken Softwaregeschäft. Der Auftragseingang legte deutlicher zu als von Analysten erwartet. Der starke Euro belastete indes. Das Wachstum der US-Tochter T-Mobile US verhalf unterdessen der Deutschen Telekom zu einem starken Jahresstart und bewegte sie, ihren Jahresgewinnausblick leicht anzuheben.

Die kräftigsten Kursgewinne unter den Dax-Konzernen verbuchte vorbörslich Merck mit etwas mehr als 5 Prozent. Der Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern trotzte starken negativen Wechselkurseffekten und Umsatzrückgängen bei wichtigen Medikamenten und verdiente operativ mehr als erwartet. Entsprechend hob der neue Konzernchef Kai Beckmann die Prognose an.

Die Aktien der Energieversorger RWE und Eon zeigten sich auf Tradegate dagegen nur moderat im Plus nach ihren Quartalsberichten und bestätigten Zielen.

Leicht nachgeben dürfte der Anteilsschein von Brenntag (Brenntag Aktie) , der auf Tradegate knapp ein halbes Prozent verlor. Der ebenfalls im Dax zu findende Chemikalienhändler bekam im ersten Quartal die Auswirkungen des Konflikts im Nahen Osten und die Sperrung der Straße von Hormus zu spüren. Umsatz und Ergebnisse gingen im Jahresvergleich zurück./ck/jha/

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