Bitcoin notiert entsprechend niedriger als noch vor 24 Stunden. Knapp drei Prozent, um genau zu sein, bei aktuell 59.700 US-Dollar. Trotz einer leichten Gegenbewegung steht auf Wochensicht ein Minus von fast fünf Prozent, im Monatsvergleich beträgt der Rückgang knapp 20 Prozent.
Nach Angaben von CoinGlass befinden sich unterhalb des jüngsten Tiefs weitere gehebelte Long-Positionen im Umfang von rund 1,6 Milliarden US-Dollar. Sollten diese Kursbereiche unterschritten werden, könnten zusätzliche Liquidationen ausgelöst werden. Dadurch könnte ein Kaskadeneffekt entstehen, der den Kurs weiter gen Süden schickt.
Auslöser des Abverkaufs waren unter anderem neue Inflationsdaten aus den USA. Der PCE-Preisindex, das von der US-Notenbank bevorzugte Inflationsmaß, stieg im Mai auf 4,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im April hatte die Teuerungsrate noch bei 3,8 Prozent gelegen. Die starke Entwicklung dämpft die Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen der Federal Reserve. Höhere Zinsen gelten als Belastung für risikoreiche Anlageklassen wie Bitcoin und führten auch an den Aktienmärkten zu Verkäufen.
Für neue Impulse könnte am heutigen Nachmittag das Verbrauchervertrauen der US-Privathaushalte sorgen. Um 16:00 Uhr (MESZ) veröffentlicht die University of Michigan ihre finalen Daten. Die Umfrage zählt zu den wichtigsten Stimmungsindikatoren der USA und liefert Hinweise darauf, wie Verbraucher die wirtschaftliche Lage einschätzen.
“Werden die Prognosen tatsächlich erreicht oder wider Erwarten sogar geschlagen, könnte der Aktienmarkt freundlich aus der Handelswoche gehen. Wird die Vorabprognose hingegen verfehlt, würde dies auf einen anhaltenden Vertrauensverlust der US-Verbraucher hindeuten. Vermehrte Gewinnmitnahmen wären vorstellbar”, erklärt BTC-ECHO Marktexperte Stefan Lübeck.
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