Gold sei deshalb der naheliegende erste Profiteur. Es sei groß, liquide, teilbar und nicht von einem Staat abhängig. Alden schreibt: “Gold ist die offensichtliche erste Wahl”. Staaten müssten nicht mehr so stark auf US-Staatsanleihen setzen wie in den vergangenen Jahrzehnten. Neben Gold sieht sie eine stärkere Diversifikation in andere große Fiatwährungen als zweite Option.
Die dritte Option sei Bitcoin. Alden beschreibt die Kryptowährung als neue Form globaler Abwicklung: dezentral wie Gold, aber deutlich schneller. Der Vorteil liege darin, dass erstmals nicht nur Transaktionen, sondern auch finale Settlements digital und global möglich seien. Dennoch sieht sie zwei zentrale Hürden: Sicherheit und Netzwerkeffekte.
Bitcoin habe sich zwar über 17 Jahre als größte Kryptowährung behauptet. Im Vergleich zum globalen Vermögensmarkt sei das Netzwerk aber noch klein. Die direkte Nutzerbasis liege erst im niedrigen Millionenbereich, die Marktkapitalisierung im niedrigen Billionenbereich. Damit Bitcoin bis 2036 deutlich größer werde, brauche es weitere Adoption, was wiederum mit Volatilität einhergehe.
Aldens zentrale These ist jedoch nicht technischer Natur. Für sie liegt das größte Risiko nicht bei Staaten, Quantencomputern oder konkurrierenden digitalen Assets. “Die größte Herausforderung, das größte Risiko, sind wir. Die Menschen. Alle Menschen.” Bitcoin könne nur dann seinen Platz in einer künftigen Geldordnung ausbauen, wenn genügend Menschen finanzielle Souveränität tatsächlich wollten.
Dazu zählt Alden Selbstverwahrung, erlaubnisfreie Zahlungen und finanzielle Privatsphäre. Gerade diese Eigenschaften würden Bitcoin von anderen Vermögenswerten unterscheiden. Ob sie von Hunderten Millionen Menschen geschätzt und genutzt werden, bleibe die entscheidende Frage.
Für 2036 erwartet Alden keine Welt, in der Gold oder Fiatwährungen verschwunden sind. Gold werde weiter gefragt bleiben, große Fiatwährungen weiterhin genutzt werden. Ein erfolgreicher Bitcoin könne dann aber größer sein als jede einzelne Aktie und mit den größten Währungen und Metallen konkurrieren.
Die Gegenwart sieht jedoch anders aus. Zuletzt brachen Bitcoin-ETFs gar einen Negativrekord.
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