Der Zeitpunkt ist besonders interessant: Seit dem Börsengang von SpaceX stehen die Bitcoin-Bestände des Unternehmens stärker im Fokus. In den IPO-Unterlagen wurde die Position erstmals öffentlich auf der Bilanz sichtbar. Demnach hält SpaceX 18.712 BTC. Bei einem Bitcoin-Kurs von rund 61.760 US-Dollar entspricht das einem Wert von etwa 1,16 Milliarden US-Dollar.
Vor der Offenlegung konnten Blockchain-Tracker dem Unternehmen nur rund 8.285 BTC zuordnen. Die tatsächliche Bitcoin-Position fiel damit mehr als doppelt so hoch aus. Gekauft wurden die Bitcoin laut den vorliegenden Angaben zu einem Durchschnittspreis von rund 35.000 US-Dollar je BTC. Damit liegt SpaceX auf seiner Position weiterhin deutlich im Gewinn.
Selbst kleinere Wallet-Bewegungen werden daher nun genauer beobachtet. Bei Unternehmen mit großen Bitcoin-Reserven können Transfers an Handelsplätze ein erstes Signal dafür sein, dass Coins verkauft oder zumindest für einen Verkauf vorbereitet werden. Entsprechend groß ist die Aufmerksamkeit, wenn sich Wallets nach Monaten wieder bewegen.
Ein genauer Blick auf die Transaktionen relativiert die Sorge jedoch. Die bewegten Beträge waren verschwindend gering. Die größte Transaktion umfasste 0,00213 BTC im Wert von rund 135 US-Dollar. Eine zweite Bewegung lag bei 0,00139 BTC, also weniger als 100 US-Dollar. In einer dritten Transaktion wurde eine SpaceX-Adresse über Coinbase Prime mit 0,000738 BTC aufgefüllt.
Noch wichtiger: Die Bitcoin sollen nicht an eine bekannte Exchange-Deposit-Adresse geflossen sein. Es gibt damit derzeit keinen klaren Hinweis darauf, dass SpaceX seine BTC-Bestände verkauft. Wahrscheinlicher sind technische Routinevorgänge, etwa Wallet-Wartung, interne Umbuchungen, Testtransaktionen oder das Auffüllen einer Adresse zur Deckung von Netzwerkgebühren.
Die letzte größere Bewegung liegt mehrere Monate zurück. Damals verschob SpaceX rund 1.000 BTC pro Transaktion zwischen eigenen Adressen und Coinbase Prime, ohne dass die Coins erkennbar an eine Börse zum Verkauf gingen. Erst wenn Bitcoin an bekannte Exchange-Adressen überwiesen werden, wäre das ein deutlich stärkeres Signal dafür, dass SpaceX seine Treasury-Strategie ändert.
Makro-Analystin Lyn Alden erklärte aufgrund der Kursflaute bei BTC zuletzt: “Ich glaube nicht, dass irgendetwas kommen wird, um Bitcoin zu retten.”
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