Auslöser der Rallye ist der diplomatische Durchbruch im Konflikt der USA mit Iran. Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif erklärte auf X, dass beide Seiten eine Friedensvereinbarung erreicht hätten. Demnach sollen die militärischen Operationen mit sofortiger Wirkung dauerhaft eingestellt werden, auch an weiteren Fronten wie im Libanon. Die formelle Unterzeichnung ist für Freitag, den 19. Juni, in der Schweiz geplant.
Damit wirkt die Einigung belastbarer als frühere Waffenruhen, die in den vergangenen Monaten wieder zerbrochen waren. Neben Pakistan waren laut Sharif auch Katar, Saudi-Arabien und die Türkei in die Vermittlung eingebunden. In dieser Woche sollen weitere Gespräche die technische Umsetzung vorbereiten. Für die Märkte ist das ein wichtiges Signal: Der Deal ist nicht mehr nur eine politische Absichtserklärung, sondern steht kurz vor der formellen Unterzeichnung.
Entsprechend klar fiel die erste Marktreaktion aus. US-Aktienfutures legten deutlich zu, die Futures auf den Nasdaq 100 stiegen besonders stark. Zugleich gaben die Ölpreise nach, da Händler einen Teil der geopolitischen Risikoprämie auspreisten. Brent rutschte in Richtung 83 US-Dollar je Barrel, WTI fiel zeitweise auf rund 81 US-Dollar.
Für Bitcoin ist die Entwicklung vor allem deshalb relevant, weil der Ölpreisschock zuletzt die Inflationssorgen verstärkt hatte. Höhere Energiepreise hätten den Druck auf die Notenbanken erhöht, Zinsen länger hochzuhalten. Genau dieses Szenario belastete Risk Assets wie Tech-Aktien und Kryptowährungen in den vergangenen Wochen.
Sinkende Ölpreise verringern den Druck auf die US-Notenbank. Laut CME FedWatch preisen die Märkte mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 97 Prozent ein, dass die Fed die Zinsen in dieser Woche unverändert lässt. Sollte die Entspannung am Energiemarkt anhalten, könnte das die Liquiditätslage für Bitcoin und Altcoins weiter verbessern.
Zuvor blicken Anleger in dieser Handelswoche am Dienstagmorgen deutscher Zeit auf die Zinsentscheidung der Bank of Japan. Am Mittwoch richtet sich der Blick dann zunächst auf die US-Einzelhandelsumsätze, die am frühen Nachmittag veröffentlicht werden. Am Abend folgt mit der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed der wichtigste Termin der Woche. Am Donnerstag liefern die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe weitere Hinweise auf die Lage am US-Arbeitsmarkt.
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