
“Wir sind der Ansicht, dass das Potenzial von Bitcoin im Jahr 2026 weiterhin hoch bleibt, auch wenn der Weg nach oben voraussichtlich nicht linear verlaufen wird”, meint der Analyst optimistisch. Bevor nennenswertes Aufwärtspotenzial realisiert werden kann, müsse der Markt aber zunächst eine Phase der Neubalancierung durchlaufen, die sich bis in das erste oder sogar das zweite Quartal erstrecken könnte. Zwar sei das makroökonomische Umfeld insgesamt unterstützend, doch für eine nachhaltige Trendwende bräuchte es eine Auflösung des angebotsseitigen Überhangs.
Der CoinShares-Experte erklärt: “Sobald ein neues Gleichgewicht erreicht ist, sollten sich verbessernde Liquiditätsbedingungen – insbesondere seitens der Federal Reserve – wieder stärker bemerkbar machen und Bitcoin im Gleichschritt mit anderen Risikoanlagen nach oben ziehen.” Grundsätzlich gilt ein Niedrigzinsumfeld als bullisher Katalysator für den BTC-Kurs. Nach der US-Leitzinssenkung auf 3,5 bis 3,75 Prozent am vergangenen Mittwoch gehen derzeit jedoch fast 80 Prozent der Marktteilnehmer davon aus, dass Fed-Chef Jerome Powell das Zinslevel im Januar beibehält.
Geduldige Bitcoin-Investoren könnte dafür eine großzügige Entlohnung erwarten. “Aus fundamentaler Sicht impliziert unser konservativeres, auf Adoption basierendes Sparmodell bis Ende 2026 eine Bewertungsuntergrenze von rund 140.000 US-Dollar”, erklärt Matthew Kimmell. Die Basis dafür ist, dass der weltweite BTC-Besitz sowie spargetriebene Zuflüsse weiter zunehmen und eine dauerhafte Nachfrage aufbauen.
Gleichzeitig stützt das CoinShares Top-Down-Modell des gesamten adressierbaren Marktes deutlich höhere Kursszenarien, ausgehend von einer sich beschleunigenden Durchdringung verschiedener Segmente des monetären Marktes, darunter die globale Geldmenge, Gold, Devisenreserven sowie Unternehmensliquidität. Unter diesem weniger konservativen Ansatz “könnte Bitcoin in einem günstigen Szenario im Jahr 2026 plausibel Preisniveaus im Bereich von 240.000 US-Dollar erreichen”.

Allerdings teilen nicht alle Krypto-Brancheninsider diesen optimistischen Ausblick. So befürchtet Fidelity-Direktor Jurien Timmer einen neuen Bitcoin-Bärenmarkt im Jahr 2026, weil die Krypto-Leitwährung “sowohl preislich als auch zeitlich einen weiteren vierjährigen Halving-Zyklus beendet haben könnte”. Eine maßgebliche Unterstützung für den BTC-Kurs erwartet er erst zwischen 65.000 und 75.000 US-Dollar. Ist der klassische Vierjahreszyklus also weiterhin intakt oder werden institutionelle Investoren einen Bullrun entfachen und damit die nächste Krypto-Ära einläuten? Angesichts der ungewissen Zukunft steht wohl nur eines wirklich fest: 2026 wird ein richtungsweisendes Jahr für Bitcoin.
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