Der Cryptoasset Sentiment Index von Bitwise generierte im Zuge des Abverkaufs ein klares antizyklisches Kaufsignal und fiel auf eine Standardabweichung von minus eins, was den pessimistischsten Wert seit der Kapitulation Anfang Februar darstellt. Historisch markieren solche Extremwerte eher den Höhepunkt des Pessimismus als den Beginn eines anhaltenden Abwärtstrends. Dementsprechend hat sich das Risiko-Rendite-Verhältnis bereits asymmetrisch nach oben verschoben. Zudem notiert der Composite Valuation Index im achten Perzentil, was eine erhebliche relative Unterbewertung signalisiert.
Auf relativer Basis zeigt sich die temporäre Schwäche von Bitcoin besonders deutlich im direkten Vergleich zum traditionellen Aktienmarkt. Der sogenannte Mayer Multiple verzeichnet im Vergleich zu Aktien extreme Tiefstände, sodass Bitcoin im Vergleich zu klassischen Risikoanlagen kurzfristig deutlich überverkauft ist.
Um den aktuellen Kursrutsch besser einzuordnen, lohnt sich darüber hinaus ein Blick auf bewährte Unterstützungslinien: Eine erste wichtige Auffanglinie liegt am gleitenden Durchschnitt der letzten 200 Wochen bei rund 61.000 US-Dollar. Knapp darunter, bei circa 54.000 US-Dollar, verläuft der durchschnittliche Einstandspreis aller weltweiten Marktteilnehmer.
Beide Marken haben sich in vergangenen Bitcoin-Marktphasen immer wieder als extrem verlässlicher Boden erwiesen, an dem der BTC-Kurs nach unten hin abgesichert war. Daher dürfte der Verkaufsdruck bald nachlassen, sodass langfristig orientierte Anleger die aktuelle Korrektur als gesunde Marktbereinigung und fundamentale Kaufgelegenheit betrachten können.
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