Bitcoin stürzt nach Fed-Wechsel ab – jetzt wächst die Angst

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Der neue Fed-Chef Kevin Warsh galt lange als Hoffnungsträger für den Krypto-Markt. Doch steigende Anleiherenditen und neue Zinssorgen setzen Bitcoin massiv unter Druck.

Die Hoffnung auf eine lockerere Geldpolitik in den USA hat einen Dämpfer erhalten. Bitcoin ist am Samstag auf 74.190 US-Dollar gefallen, der tiefste Stand seit mehr als einem Monat. Aktuell notiert die Krypto-Leitwährung wieder bei 76.800 US-Dollar. Auch die Altcoins rund um Ethereum und Co. sind gefallen.

Neuer Fed-Chef Kevin Warsh vereidigt

Auslöser ist ausgerechnet Kevin Warsh, der erst vor wenigen Tagen als neuer Vorsitzender der US-Notenbank vereidigt wurde. In der Krypto-Szene galt der frühere Fed-Gouverneur lange als wirtschaftsfreundlich und offen gegenüber Bitcoin. An den Märkten dominiert inzwischen jedoch eine Sorge: höhere Zinsen über einen längeren Zeitraum.

Besonders aufmerksam beobachten Anleger derzeit die Rendite zweijähriger US-Staatsanleihen. Diese stieg zuletzt auf 4,14 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit Februar 2025. Die Entwicklung gilt als wichtiger Indikator für die Zinserwartungen der Märkte. Dass die Rendite inzwischen über der aktuellen Zielspanne der Federal Funds Rate liegt, deutet auf eine restriktivere Geldpolitik hin.

Zinserhöhung problematisch für Bitcoin

Auch die Terminmärkte spiegeln diese Einschätzung wider. Daten der CME Group zeigen, dass Händler inzwischen kaum noch mit Zinssenkungen im kommenden Jahr rechnen. Stattdessen steigt die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Dezember 2026 auf 25 Basispunkte.

Werte aus dem Artikel:
BTC/EUR 63.328,160 +0,86%
Bitcoin 73.916,000 +0,36%

Für Bitcoin ist das ein problematisches Umfeld. Die Kryptowährung profitierte in den vergangenen Jahren häufig von niedrigen Zinsen, hoher Liquidität und einem schwächeren US-Dollar. Bleiben die Finanzierungskosten hoch, sinkt die Risikobereitschaft vieler Anleger. Kapital fließt dann eher in sichere Anlageklassen wie Staatsanleihen.

Bitcoin nach Fed-Wechsel immer gesunken

Dass Kevin Warsh regulatorisch als kryptofreundlich gilt, beruhigt den Markt bislang kaum. Der Analyst Crypto Patel schreibt: “Kryptofreundliche Regulierung ist nicht automatisch gleichbedeutend mit niedrigen Zinsen.” Warsh habe sich in der Vergangenheit mehrfach besorgt über Inflation geäußert und könnte daher eine straffere Geldpolitik bevorzugen.



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