Bitcoin: Mining-Branche im Umbruch – Riot hängt Konkurrenz ab
Riot Platforms hat für 2025 einen Rekord-Jahresumsatz von 647,4 Millionen US-Dollar gemeldet – ein Plus von 72 Prozent gegenüber 376,7 Millionen US-Dollar im Vorjahr.
Die durchschnittlichen Kosten, um einen Bitcoin zu minen, stiegen auf 49.645 US-Dollar – nach 32.216 US-Dollar im Jahr 2024. Riot führte die höheren Kosten vor allem auf einen Anstieg der globalen Netzwerk-Hashrate um 47 Prozent zurück, der die Mining-Difficulty erhöhte.
Trotz der Rekordwerte meldete Riot aufgrund buchhalterischer Anpassungen und Veränderungen beim Buchwert der eigenen Bitcoin-Bestände einen Nettoverlust von 663 Millionen US-Dollar. Das bereinigte EBITDA lag bei 13 Millionen US-Dollar.
Im Januar unterzeichnete Riot eine Vereinbarung mit dem Chip-Hersteller AMD und verkaufte Bitcoin, um 200 Acres Land in Texas, zu kaufen. Hintergrund: Der aktivistische Investor Starboard Value erklärte, Riots Kurs in Richtung Künstliche Intelligenz und High-Performance-Computing könne eine Bewertung von bis zu 21 Milliarden US-Dollar rechtfertigen. Er drängte den Miner daher, den Umbau zu beschleunigen.
Auch andere Unternehmen wie Hive, Hut 8, TeraWulf und Iren wandeln ihre Mining-Anlagen und Stromkapazitäten zunehmend in den Betrieb als Rechenzentren um.
TeraWulf verfehlte jedoch zuletzt die Erwartungen: Der Quartalsumsatz lag bei 35,8 Millionen US-Dollar, nach 50,6 Millionen US-Dollar im Vorquartal. MARA Holdings meldete noch deutlichere Einbußen: Das Unternehmen berichtete für das vierte Quartal einen Nettoverlust von 1,71 Milliarden US-Dollar – nach einem Nettogewinn von 528 Millionen US-Dollar ein Jahr zuvor.
Auch Core Scientific verfehlte die Erwartungen deutlich (79,8 Millionen US-Dollar Umsatz statt erwarteten 122,08 Millionen US-Dollar). Das Unternehmen hat im Januar daher etwas mehr als 1.900 Bitcoin für rund 175 Millionen US-Dollar verkauft und dabei im Schnitt etwa 92.100 US-Dollar je BTC erzielt. Dadurch sank der Bestand von 2.537 BTC zum Jahresende 2025 auf rund 630 BTC.
Das Unternehmen machte jüngst klar, dass Bitcoin-Mining im Grunde ausläuft und nur noch weiterbetrieben wird, um Mindestanforderungen beim Strombezug zu erfüllen. Stattdessen werden Standorte zu Colocation-Rechenzentren für KI- und High-Performance-Computing umgebaut.
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