Michl betonte, dass dieses Risiko grundsätzlich für jede Anlageklasse gelte. Aktien könnten wertlos werden, Anleihen ausfallen. Gerade deshalb brauche es diversifizierte Portfolios. Dennoch sei die Kryptowährung aus Sicht der Zentralbank ein Sonderfall. Historisch habe BTC zwar “sehr hohe Renditen” geliefert, wirke aber “ehrlich gesagt zu riskant”.
Die Tschechische Nationalbank hatte im Oktober 2025 ein Testportfolio im Umfang von einer Million US-Dollar genehmigt. Es umfasste Bitcoin, einen US-Dollar-Stablecoin und eine tokenisierte Einlage. Ziel war es, praktische Erfahrungen mit Blockchain-basierten Vermögenswerten zu sammeln. Die CNB gilt damit als erste Zentralbank weltweit, die BTC direkt zu Testzwecken gekauft hat.
Eine im Februar 2026 veröffentlichte Studie der Notenbank kam zu dem Schluss, dass Bitcoin durch seine geringe langfristige Korrelation mit klassischen Anlageklassen die Rendite eines Portfolios verbessern könne, ohne das Gesamtrisiko deutlich zu erhöhen. Michl verglich Bitcoin in diesem Zusammenhang mit Venture Capital, nur deutlich liquider.
“Wenn man einen solchen Vermögenswert hinzufügt, kann das ganze Portfolio besser funktionieren”, sagte der Zentralbankchef. “Die Rendite kann steigen und das Risiko bleibt ungefähr gleich.”
Trotz dieser Ergebnisse entschied der Bankrat der CNB im Februar 2026, Bitcoin vorerst nicht in die offiziellen Devisenreserven aufzunehmen. Zwar könne bereits eine kleine BTC-Allokation die Rendite stärker erhöhen als Gold. Die Kursschwankungen und Extremrisiken seien der Zentralbank derzeit jedoch zu groß.
Michl erinnerte in Las Vegas außerdem an seine erste Bitcoin-Transaktion. Damals habe er mit BTC einen Kaffee gekauft. “Heute kostet dieser Kaffee etwa 350 US-Dollar. Es war also der teuerste Kaffee meines Lebens.”
BTC-Permabulle Michael Saylor prognostizierte auf der Konferenz in Las Vegas währenddessen einen Bitcoin-Kurs von 10 Millionen US-Dollar.

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