"Unsere Zukunft liegt nicht im Öl (Rohöl) der Ostsee, sondern in der Energie von Sonne, Wind und Biomasse", sagte Landesumweltminister Till Backhaus (SPD), nachdem zuvor das Ausmaß neu erkundeter Öl- und Gaslagerstätten nahe der Grenze bekannt wurde.
Dem Ergebnis der Probebohrungen zufolge wird das förderbare Vorkommen von Erdöl und Erdgas auf 200 Millionen Barrel Öläquivalent geschätzt, teilte das kanadische Unternehmen Central European Petroleum (CEP) in Warschau mit. Das Ölfeld Wolin East liege etwa sechs Kilometer von Swinemünde (Swinoujscie) entfernt und ist damit auch vom deutschen Teil der Ferieninsel Usedom sichtbar.
Möglicherweise einer der größten Funde in Polen
Sollte sich das Vorkommen bestätigen, wäre es der größte Fund in Polen mindestens seit dem Zweiten Weltkrieg, sagte der polnische Chefgeologe Krzysztof Galos der nationalen Nachrichtenagentur PAP zufolge. Eine Förderung könnte in drei bis vier Jahren beginnen.
| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Kurs |
Call
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5
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10
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20
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| Fallender Kurs |
Put
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5
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10
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20
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"Das Projekt steht für eine klimapolitisch rückwärtsgewandte Industriepolitik, die den Umwelt- und Tourismusinteressen auf deutscher Seite entgegensteht", kritisierte Backhaus. Es gebe erste Hinweise auf Lärm- und Vibrationsbelastungen während der Erkundungsbohrungen sowie Sorgen hinsichtlich möglicher Einflüsse auf die Flora und Fauna im Küstenmeer.
Nach den Worten der Heringsdorfer Bürgermeisterin handelt es sich um einen besonderen Naturschutzraum. "Wir sind Kur- und Erholungsort. Wir tun alles, um unsere Strände, um unseren Ort, um das Meer sauber zu halten", sagte Laura Isabelle Marisken. "Eine schwerindustrielle Gas- und Erdöl-Förderung direkt vor der Haustür - das liegt auf der Hand, dass das eben ein massiver Eingriff dann in unsere Natur ist."
Streit um Containerhafen
Ein Streitthema ist in der Region auch weiterhin das große geplante Containerterminal in Swinemünde. Gegen die polnische umweltrechtliche Genehmigung geht Sauerweins Bürgerinitiative unterstützt durch die Gemeinde Heringsdorf nach eigenen Angaben gerichtlich vor. Mögliche Auswirkungen des Vorhabens seien nicht ausreichend geprüft worden, lautet der Vorwurf.
Jüngst habe das zuständige polnische Verwaltungsgericht tatsächlich nicht ausreichende Prüfungen mit Blick auf mögliche Munitionsbelastung im Meer bemängelt, sagte Marisken. Die nächste Verhandlung und möglicherweise die Bekanntgabe einer weitergehenden Entscheidung sind laut Sauerwein für Anfang August geplant. Der Containerhafen in der Nachbarschaft der Grenze soll früheren Angaben zufolge zum Jahreswechsel 2028/2029 fertig sein und sehr große Containerschiffe abfertigen können./chh/DP/stw
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