UN-Organisation: Militärschutz für Tanker keine Dauerlösung
LONDON (dpa-AFX) - Militärische Eskorten zum Schutz von Tankschiffen in der Straße von Hormus sind nach Ansicht der Weltschifffahrtsorganisation (IMO) keine nachhaltige Lösung. "Es verringert das Risiko, aber das Risiko besteht weiterhin", sagte IMO-Generalsekretär Arsenio Dominguez der "Financial Times". Ein militärischer Einsatz sei "keine langfristige oder nachhaltige Lösung."
US-Präsident Donald Trump hatte in den vergangenen Tagen einen internationalen Marineeinsatz vor der iranischen Küste zur Sicherung von Öltransporten gefordert. Gemeinsam mit Israel hatten die USA den Iran Ende Februar angegriffen.
Dominguez äußerte sich auch besorgt über die Schiffsbesatzungen, die im Persischen Golf feststecken. "Die Lage ist besorgniserregend, insbesondere weil Schiffe derzeit nicht in der Lage sind, sich in der Straße von Hormus oder in der Golfregion frei zu bewegen. Auch der Zugang zu Häfen ist eingeschränkt, da Hafenanlagen ins Visier genommen werden", sagte der Chef der UN-Organisation. Irgendwann würden an Bord auch Vorräte an Lebensmitteln, Wasser und Treibstoff knapp werden.
Der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus, einer wichtigen Route für den internationalen Transport von Öl (Rohöl) und Flüssiggas, ist wegen des Kriegs und drohender iranischer Angriffe praktisch zum Erliegen gekommen. Irans Führung exportiert Öl mit China als wichtigstem Abnehmer weiter. 13 Supertanker seien an der Ölinsel Charg seit Kriegsbeginn beladen worden, berichtete das staatliche iranische Fernsehnetzwerk SNN./arb/DP/stk
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