UN-Generalsekretär António Guterres sieht die Welt deshalb am Beginn einer neuen Ära: "Die Zukunft der sauberen Energie ist kein Versprechen mehr. Sie ist eine Tatsache. Keine Regierung, keine Industrie, kein Sonderinteresse kann sie aufhalten", sagte der 76-jährige Portugiese in New York bei der Vorstellung des Berichts. "Länder, die an fossilen Brennstoffen festhalten, schützen nicht ihre Wirtschaft - sie sabotieren sie", so Guterres.
"Größte wirtschaftliche Chance des 21. Jahrhunderts"
Der Ausbau der erneuerbaren Energien bringt der Studie zufolge nicht nur Fortschritte beim Klimaschutz, sondern hat auch direkte wirtschaftliche Auswirkungen. Allein im Jahr 2024 wurden demnach weltweit 582 Gigawatt neuer erneuerbarer Kapazität installiert, was laut Berechnungen Einsparungen von fossilen Brennstoffen in Höhe von rund 57 Milliarden US-Dollar (knapp 49 Milliarden Euro) entspricht.
Ökostrom sei 2023 für zehn Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts verantwortlich gewesen. Während dieser Anteil Guterres zufolge in der EU bei 33 Prozent und in China bei 20 Prozent lag, liefen die USA der Entwicklung mit nur sechs Prozent hinterher. Ausbleibende Investitionen in die Branche würden dem UN-Generalsekretär zufolge die Wettbewerbsfähigkeit von Ländern schwächen. Sie verpassten "die größte wirtschaftliche Chance des 21. Jahrhunderts."
| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Kurs |
Call
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5
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10
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20
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| Fallender Kurs |
Put
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5
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10
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20
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Höhere Energiesicherheit
Guterres führte dabei auch an, dass sich Länder mit der Transformation unabhängiger und weniger angreifbar machen würden. Energiekrisen wie in Europa nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine könnten mit erneuerbaren Energien vermieden werden: "Es gibt keine Preisspitzen für Sonnenlicht. Keine Embargos für Wind", so der Chef der Vereinten Nationen.
Doch die Studie sieht auch Hürden für die weitere Entwicklung, die Preisvorteile dämpfen könnten: Geopolitische Spannungen, Rohstoffengpässe und Handelszölle, vor allem im Zusammenhang mit der Abhängigkeit von China bei Solarmodulen und Batteriespeichern, könnten Kosten vorübergehend in die Höhe treiben. In Europa und Nordamerika kämen lange Genehmigungsverfahren, begrenzte Netzkapazitäten und hohe Zusatzkosten hinzu.
Seit 2010 seien auch die Kosten für Batteriespeicher Irena zufolge um 93 Prozent gesunken. Doch die Investitionen in die Infrastruktur halte nicht mit der für die erneuerbaren Energien Schritt. Um einen Engpass bei der Integration von Wind- und Solarenergie zu vermeiden, müsse mehr Geld für Netze und Speicher ausgegeben werden./scb/DP/stw
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