Goldschmidt warnte mit Blick auf den gestiegenen Import von Flüssigerdgas (LNG) vor einer dauerhaften Nutzung von LNG. "Denn auch LNG verschärft die Klimakrise weiter und ist häufig mit umweltschädlichem Fracking verbunden." Die Brücke LNG müsse möglichst kurz bleiben. "Neue Abhängigkeiten etwa im Zuge von Zoll-Deals mit den USA dürfen nicht entstehen. Man sollte Fehler nie zweimal machen."
Nach früheren Angaben der Bundesnetzagentur betrug die Gas-Einspeisung durch die deutschen LNG-Terminals im ersten Halbjahr 39,3 Terawattstunden (TWh). Das seien 8 Prozent der Gesamt-Gasimporte, die sich demnach auf 490,6 TWh belaufen. Der Anteil entspricht in etwa dem Wert des Vorjahres.
Über das komplette erste Halbjahr gesehen verzeichnete das Terminal in Brunsbüttel mit 12,4 TWh die größte Einspeisung. Die Bundesregierung hatte den Aufbau von LNG-Terminals an Nord- und Ostsee nach dem russischen Angriff auf die Ukraine forciert, um unabhängig von russischen Gaslieferungen zu werden.
Goldschmidt betonte, die Entscheidungen zum Aufbau der LNG-Terminals nach der Explosion an den Nord-Stream-Pipelines seien in der Krise richtig gewesen. Sie dürften aber nicht "Bremsklotz der deutschen Energiewende" werden. "Mit großer Sorge beobachte ich das Comeback der fossilen Industrien und das Gehör, dass sie auch in Deutschland finden."
| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Kurs |
Call
|
5
|
10
|
20
|
| Fallender Kurs |
Put
|
5
|
10
| |
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) werbe für die umstrittene CCS-Technik (Carbon Capture and Storage) und wolle mit Klimaschutz-Mitteln Erdgas subventionieren, kritisierte Goldschmidt. Zudem sähe sie Zweifel am Ausbau erneuerbarer Energien. Bei CCS wird anfallendes Kohlendioxid etwa in tiefen Erdschichten gespeichert. "Jeder Euro, der in rückwärtsgewandte Energiegewinnung und Technik investiert wird, fehlt für die Zukunft", sagte Goldschmidt./akl/DP/zb
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