dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 259

Sanktionen gegen Banken: USA wollen Iran den Geldhahn zudrehen

WASHINGTON (dpa-AFX) - Die US-Regierung will verbliebene Lücken bei den Sanktionen gegen den Iran schließen und verschärft damit auch die Spannungen mit China. Das Finanzministerium in Washington droht Banken und Finanzdienstleistern mit Strafen, sollten sie Geschäfte mit sogenannten Teekannen-Raffinerien in der Volksrepublik machen. So werden vergleichsweise kleine und unabhängige Anlagen bezeichnet, die Öl (Rohöl) aus mit Sanktionen belegten Ländern wie dem Iran billig aufkaufen und zu Benzin verarbeiten. Medienberichten zufolge gehen etwa 90 Prozent der iranischen Ölexporte nach China.

play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern
Für dich zusammengefasst:
Hinweis
Ein Analyst beim Betrachten von Charts (Symbolbild).
Quelle: - © NicoElNino / iStock / Getty Images Plus / Getty Images:
Brent Crude Rohöl ICE Rolling 110,9389 $ Brent Crude Rohöl ICE Rolling Chart -0,51%
Zugehörige Wertpapiere:
WTI Rohöl NYMEX Rolling 105,1772 $ WTI Rohöl NYMEX Rolling Chart -2,39%
Zugehörige Wertpapiere:

Seine Behörde gehe gegen die internationale Finanzinfrastruktur des Irans vor, gegen den Zugang zu Kryptowährungen, die "Schattenflotte" aus Schiffen mit verschleierter Eigentümerschaft, Netzwerke zur Waffenbeschaffung, die Finanzierung verbündeter Milizen im Nahen Osten und gegen die chinesischen "Teekannen"-Raffinerien, schrieb US-Finanzminister Scott Bessent auf der Plattform X. Dadurch seien dem Iran Einnahmen in Milliardenhöhe entgangen. Wer illegale Geschäfte mit dem Iran mache, laufe Gefahr, Ziel von US-Sanktionen zu werden.

China will Rechte seiner Unternehmen verteidigen

Ende vergangener Woche hatte die US-Regierung bereits eine der größten unabhängigen chinesischen Raffinerien wegen deren Geschäften mit dem Iran sanktioniert. Chinas Führung kritisierte die Strafmaßnahmen. Die Volksrepublik werde die Rechte und Interessen ihrer Firmen entschlossen verteidigen, sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Peking.

Während die Verhandlungen über eine dauerhafte Beilegung des Konflikts zwischen den USA und dem Iran ins Stocken geraten sind, setzen sich beide Seiten zunehmend wirtschaftlich unter Druck. Der Iran hat die für den globalen Öl- und Gasmarkt wichtige Straße von Hormus durch Drohungen und Beschuss von Tankern und Frachtschiffen weitgehend unpassierbar gemacht. Die USA haben ihrerseits weitreichende Sanktionen und eine Seeblockade gegen den Iran verhängt, um die Führung in Teheran von den Einnahmen aus dem Ölexport abzuschneiden./dde/DP/zb

Für dich aus unserer Redaktion zusammengestellt

Dein Kommentar zum Artikel im Forum

Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend