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ROUNDUP 2/Ukrainischer Drohnenangriff: Tote und Verletzte nahe Moskau

(Neu: weitere Details und Informationen)

MOSKAU/KIEW (dpa-AFX) - Bei massiven ukrainischen Gegenangriffen mit mehr als 100 Drohnen sind nahe Moskau nach Angaben russischer Behörden mindestens drei Menschen getötet worden. Der Gouverneur des Moskauer Gebiets Andrej Worobjow sprach auch von fünf Verletzten, nachdem im Zuge der Angriffe zahlreiche Wohnhäuser beschädigt worden seien.

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In Moskau berichtete Bürgermeister Sergej Sobjanin von zwölf Verletzten beim Angriff auf eine Ölraffinerie. Getroffen worden seien Bauarbeiter nahe der Anlage, das Werk selbst sei technisch weiter intakt.

Eigentlich rühmt sich die Hauptstadtregion damit, über die beste und dichteste Flugabwehr in Russland zu verfügen. Treffer gab es zwar schon in der Vergangenheit. Die Hauptstadtmedien berichten nun aber von einem der heftigsten ukrainischen Angriffe seit Beginn der russischen Invasion vor mehr als vier Jahren - und den größten seit Jahresbeginn.

Die Russen erleben zunehmend, wie der von Kremlchef Wladimir Putin befohlene Krieg gegen die Ukraine auf sie selbst zurückschlägt. "Allen Verletzten wird die notwendige medizinische Hilfe zuteil. Den Familien der Verstorbenen und Verletzten werden wir auf jeden Fall helfen", teilte der Gouverneur der Region Moskau, Andrej Worobjow, bei Telegram mit.

Russland: Fast 600 ukrainische Drohnen abgeschossen

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Auf den Flughäfen der Hauptstadt saßen Reisende stundenlang fest, weil es wegen der Drohnengefahr zeitweilig keine Starts und Landungen gab. Dutzende Flüge fielen aus, verspäteten sich oder wurden auf andere Airports umgeleitet.

Kiew wehrt sich mit diesen Gegenschlägen gegen Putins Krieg. Das russische Verteidigungsministerium behauptete am Morgen, in verschiedenen Regionen 586 Drohnen abgeschossen zu haben. Das wäre eine überdurchschnittlich hohe Zahl. Von unabhängiger Seite sind diese Angaben nicht überprüfbar. Allein in Moskau berichtete Bürgermeister Sobjanin in seinem Telegram-Kanal von mehr als 120 abgeschossenen Flugobjekten.

In Belgorod nahe der Grenze zur Ukraine starb laut örtlichen Medien ein Mann in einem Lastwagen, als das Fahrzeug von einer Drohne getroffen wurde. Eine offizielle Bestätigung der Behörden gab es zunächst nicht.

Die Zahlen der toten und verletzten Zivilisten sowie Schäden auf russischer Seite stehen in keinem Verhältnis zu den um ein Vielfaches höheren Verlusten und massiven Zerstörungen in der Ukraine durch Moskaus verheerenden Angriffskrieg.

Selenskyj: 52 Tote und Hunderte Verletzte in einer Woche

Zuvor hatte in der Ukraine Präsident Wolodymyr Selenskyj nach den tödlichen russischen Attacken Vergeltung angedroht. Allein in der zurückliegenden Woche hätten die Russen über 3.170 flugzeugähnliche Drohnen, mehr als 1.300 Gleitbomben und 74 Raketen und Marschflugkörper gegen die Ukraine eingesetzt.

"Leider kamen infolge der Angriffe im Laufe der Woche 52 Menschen ums Leben", teilte er am Morgen in seinem Telegram-Kanal mit. Weitere 346 Menschen seien verletzt worden, darunter 22 Kinder.

"Unsere Bevölkerung braucht mehr Schutz, und alles, was die ukrainische Luftabwehr unterstützt, trägt letztlich dazu bei, Leben zu retten", sagte er. Die Ukraine brauche mehr Schutz gegen ballistische Raketen - und stärkere Unterstützung von ihren Verbündeten. Die ukrainische Flugabwehr meldete am Morgen, dass Russland mit fast 300 Drohnen angegriffen habe, 279 seien unschädlich gemacht worden.

Drohnenalarm in Lettland: Flugobjekt durchquert Luftraum

Im Baltikum informierten die Streitkräfte des EU- und Nato-Mitglieds Lettland Anwohner über eine mögliche Bedrohungslage durch eine Drohne im Osten des Landes. Das Flugobjekt sei am Morgen in den Luftraum eingedrungen und habe diesen dann wieder verlassen, teilten die Streitkräfte mit. Kampfjets der Nato seien aktiviert worden, hieß es, ohne nähere Angaben. In der Vergangenheit kam es bereits zu Explosionen durch Drohnenvorfälle auf lettischem Gebiet.

"Solange die russische Aggression in der Ukraine andauert, ist es möglich, dass es erneut zu Vorfällen kommt, bei denen ausländische Drohnen in den lettischen Luftraum eindringen oder sich diesem nähern", teilte das Militär weiter mit. Der Luftraum werde ständig überwacht, gemeinsam mit den Nato-Verbündeten sei auch schnelle Reaktion auf Bedrohungslagen gewährleistet./mau/DP/mis

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