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Ölpreise steigen weiter - Trump sanktioniert russische Ölunternehmen

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Donnerstag an ihre deutlichen Gewinne vom Vortag angeknüpft. Die US-Regierung verhängte neue Sanktionen gegen große russische Öl-Firmen. Zudem wird darauf spekuliert, dass Indien und möglicherweise auch China auf Druck der USA auf russisches Rohöl verzichten.

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Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember kostete am Vormittag 65,98 US-Dollar. Das waren 3,39 Dollar (Dollarkurs) mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI stieg um 3,36 Dollar auf 61,85 Dollar. Bereits am Mittwochabend hatten die Ölpreise zugelegt.

Erstmals in der zweiten Amtszeit von Präsident Donald Trump hatte die US-Regierung am Mittwochabend neue Sanktionen direkt gegen Russland verhängt. Die Sanktionen richten sich gegen den russischen Staatskonzern Rosneft - geführt von Igor Setschin, einem engen Vertrauten von Kremlchef Wladimir Putin - und Lukoil. Außerdem seien Tochterunternehmen der beiden Konzerne in Russland betroffen. Angesichts der Weigerung von Kremlchef Wladimir Putin, den "sinnlosen Krieg" gegen die Ukraine zu beenden, belege das US-Finanzministerium die zwei größten Öl-Firmen Russlands mit Strafmaßnahmen, sagte Finanzminister Scott Bessent.

Bereits am Mittwoch kursierten erste Berichte und Spekulationen über ein Handelsabkommen zwischen Indien und den USA, laut dem das asiatische Land seine Importe von russischem Rohöl schrittweise reduziert. Dies ließ die Ölpreise bereits ansteigen.

Der US-Präsident sagte zudem, er plane, bei einem für nächste Woche in Südkorea geplanten Treffen mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping über den Kauf von russischem Öl durch China zu sprechen. Am Dienstag hatte Trump gesagt, dass Indiens Premierminister Narendra Modi ihm versichert habe, dass sein Land seine Käufe zurückfahren werde. China und Indien sind die wichtigsten Rohölkäufer.

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Die Sanktionen "markieren eine Veränderung in Präsident Trumps Haltung gegenüber Russland und öffnen die Tür für strengere Sanktionen in der Zukunft, die sich letztendlich auf den russischen Ölfluss auswirken könnten", sagte Warren Patterson, Leiter der Rohstoffstrategie bei ING in Singapur. "Unklar ist jedoch, wie wirksam diese Sanktionen sein werden und welche Auswirkungen sie tatsächlich auf die Exporte haben werden."

Die Wirksamkeit der US-Sanktionen gegen die russischen Ölkonzerne Rosneft und Lukoil hängt nach Einschätzung des Wissenschaftlers Janis Kluge von der Durchsetzung bei den Ölimporteuren Indien und China ab. Politisch sei es ein großer Schritt, dass Präsident Donald Trump erstmals Strafmaßnahmen gegen Russland verhängt habe, sagte der Experte von der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin.

Durch die Maßnahmen gerate der Export russischen Öls ins Ausland weiter unter Druck, sagte Kluge. "Die Käufer müssen entscheiden, ob sie weiter Öl bei diesen Unternehmen kaufen." Allerdings seien bei den russischen Firmen Gazpromneft und Sugutneftegaz, die im Januar noch von US-Präsident Joe Biden sanktioniert wurden, Förderung und Export nicht spürbar gesunken.

"Dies ist definitiv eine der sinnvolleren Maßnahmen, die die USA ergriffen haben, aber ich glaube, dass sie durch die weit verbreitete Nutzung illegaler Finanznetzwerke abgeschwächt werden", sagte Rachel Ziemba, Analystin am Center for a New American Security in Washington. "Es kommt wirklich darauf an, ob China und Indien eine weitere Eskalation der sekundären US-Sanktionen befürchten."/jsl/la/he

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