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Ölpreise steigen kräftig - Lieferströme längerfristig gestört

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Donnerstag gestiegen und haben damit Verluste vom Vortag größtenteils wieder wettgemacht. Nachdem die Notierungen im frühen Handel nur leicht zulegten, bauten sie die Verluste bis zum Nachmittag deutlich aus. Am Markt wurden Hoffnungen auf eine Einigung zum Ende des Iran-Kriegs wieder gedämpft.

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Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der globalen Referenzsorte Brent zur Lieferung im Juli legte um drei Prozent auf 108,80 US-Dollar zu. Marktbeobachter verwiesen auf Meldungen, dass der Iran angereichertes Uran von nahezu waffenfähiger Qualität im eigenen Land behalten will - ein zentraler Streitpunkt in den Friedensverhandlungen mit den USA.

Zur Wochenmitte war die Notierung für Rohöl aus der Nordsee noch zeitweise um etwa sieben Dollar (Dollarkurs) je Barrel nach Aussagen von US-Präsident Donald Trump gefallen. Laut einem Bericht hatte Trump gesagt, dass die Verhandlungen mit dem Iran in einer "finalen Phase" seien. Zuvor war ein Angriff auf den Iran vorerst verschoben worden - mit der Begründung, dass es ernsthafte Verhandlungen gebe.

Im Verlauf der Woche hatten mehrfach Meldungen über Bemühungen für ein Ende des Iran-Kriegs die Ölpreise bewegt. Derzeit ist Rohöl der Sorte Brent mehr als 40 Prozent teurer als vor dem Iran-Krieg, der Ende Februar begonnen hatte.

Obwohl ein Ende des Iran-Kriegs die Ölpreise nach unten drücken werde, dürften die Folgen des Kriegs noch für längere Zeit Auswirkungen am Ölmarkt haben, warnte Joe DeLaura, globaler Energiestratege bei der Rabobank. Seiner Einschätzung nach dauert es bis zu 55 Tage, um Öl vom Persischen Golf an seinen Bestimmungsort zu transportieren. In dieser Zeit könnten die Lagerbestände von Industriestaaten auch nach einem Ende des Iran-Kriegs weiterhin abgebaut werden.

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Selbst wenn der Konflikt mit dem Iran unverzüglich enden würde, würden sich die Öllieferströme aus dem Nahen Osten erst weit bis ins Jahr 2027 hinein vollständig erholen, prognostizierte Sultan Ahmed Al Jaber, Chef der staatlichen Ölgesellschaft der VAE. Die Sperrung der Straße von Hormus sei die schwerwiegendste Versorgungsstörung, die jemals verzeichnet worden sei, so Al Jaber./jkr/jsl/he

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