- Ölpreise bleiben am Freitag weitgehend stabil.
- Brent-Öl kostete 67,71 US-Dollar pro Barrel.
- US-Öl WTI stieg um 11 Cent auf 63,62 Dollar.
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Aktuell richten sich die Blicke der Akteure am Ölmarkt auch auf den Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und Indien, das trotz massiver US-Kritik weiterhin reichlich Öl (Rohöl) aus Russland importiert. Der Wirtschaftsberater von US-Präsident Donald Trump, Peter Navarro, kritisierte Indien nun erneut und sagte, dass sich die US-Importzölle für Waren aus dem Land in diesem Zusammenhang wie geplant am 27. August auf 50 Prozent verdoppelt dürften. "Indien scheint seine Rolle in dem Blutvergießen nicht anerkennen zu wollen", sagte Navarro. "Sie brauchen das Öl nicht. Es handelt sich um ein Gewinnbeteiligungsmodell für die Raffinerien."
Im Fokus bleibt zudem das Notenbanker-Treffen von Jackson Hole in den USA. Anleger erhoffen sich Aufschluss darüber, ob Fed-Chef Jerome Powell bei seiner Rede Signale für eine Zinssenkung im September geben wird. Diese könnte der Wirtschaft helfen und damit indirekt die Ölnachfrage ankurbeln.
Commerzbank-Expertin Barbara Lambrecht erwartet keine nachhaltige Erholung der Ölpreise. "Schließlich droht in der zweiten Jahreshälfte eine deutliche Überversorgung", heißt es in einem Kommentar. "Dann dürften die globalen Ölvorräte weiter steigen." Vor allem in China seien diese deutlich gestiegen. Der Ölverbund Opec+ hat zuletzt sein Angebot ausgeweitet. Auch Länder außerhalb des Verbundes wie die USA erhöhen ihre Förderung./jsl/he
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