IBM überrascht mit starkem Quartal – aber was bremst den Ausblick jetzt noch?
IBM startet stark in das Jahr, steigert Umsatz, Margen und freien Cashflow. Doch trotz guter Zahlen bleibt der Konzern beim Ausblick vorsichtig. Genau das wirft jetzt eine entscheidende Frage auf.
Der Konzern steigerte im ersten Quartal den Umsatz um sechs Prozent. Zusammen mit einer starken Margenausweitung habe das zu einem Wachstum des freien Cashflows von 13 Prozent geführt.
Vor allem das Softwaregeschäft lief gut. Krishna zufolge stieg der Umsatz dort um acht Prozent. Die Bereiche Data und Red Hat verzeichneten zweistellige Zuwächse. Auch die Infrastruktursparte entwickelte sich stark und legte um zwölf Prozent zu. Das Beratungsgeschäft wuchs dagegen nur um ein Prozent, profitierte laut IBM aber von Projekten rund um Unternehmensdaten und Geschäftsanwendungen.
Weitere Kennzahlen
IBM erzielte im ersten Quartal ein Wachstum des bereinigten Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von 17 Prozent. Der verwässerte operative Gewinn je Aktie stieg um 19 Prozent. Der freie Cashflow lag bei 2,2 Milliarden US-Dollar.
Am Jahresausblick ändert IBM dennoch nichts. Finanzchef James Kavanaugh bekräftigte das Ziel, 2026 bei konstanten Wechselkursen ein Umsatzwachstum von mehr als fünf Prozent zu erreichen. Beim freien Cashflow peilt der Konzern weiter ein Plus von rund einer Milliarde US-Dollar gegenüber dem Vorjahr an.
"Angesichts des Zeitpunkts im Jahr halten wir es für umsichtig, unsere Prognose beizubehalten, auch wenn die zugrunde liegende Leistung und Umsetzung einen vielversprechenden Start hingelegt haben", sagte Kavanaugh.
Für die einzelnen Bereiche bleibt IBM ebenfalls vorsichtig. Im Softwaregeschäft rechnet der Konzern nun für das Gesamtjahr mit einem Wachstum von mehr als zehn Prozent. Das Beratungsgeschäft soll im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich zulegen. In der Infrastruktursparte erwartet IBM im Jahresverlauf weiter einen leichten Umsatzrückgang.
Konzernchef Arvind Krishna verwies zudem auf neue Kooperationen mit Nvidia (Nvidia Aktie) und Arm sowie auf neue Produkte wie "IBM Bob" und "Sovereign Core". Kavanaugh sagte zudem, die Plattform für Künstliche Intelligenz liege inzwischen bei über 1,5 Milliarden Dollar (Dollarkurs).
In der Fragerunde wollten Analysten vor allem wissen, warum IBM nach dem starken Quartal die Prognose nicht anhebt. Krishna entgegnete:
Wir sehen keine Anzeichen für eine Verlangsamung.
Gleichzeitig verwies das Management auf ein unsicheres Umfeld und mögliche geopolitische Risiken.
Unter dem Strich lieferte IBM damit ein starkes Quartal mit solidem Wachstum, höherer Profitabilität und Rückenwind aus dem Softwaregeschäft. Beim Ausblick bleibt der Konzern aber bewusst zurückhaltend. Anleger zeigen sich enttäuscht und schicken die Aktie in den roten Bereich.
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