NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben sich am Mittwoch etwas zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April kostete 71,10 US-Dollar. Das waren 33 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 34 Cent auf 65,97 Dollar (Dollarkurs).
Die Ölpreise stabilisierten sich in der laufenden Woche in der Nähe der Marke von 70 Dollar. Damit wurden die deutlichen Kursaufschläge der Vorwoche gehalten. Im Blick der Märkte bleibt der Konflikt zwischen dem Iran und den USA. US-Präsident Donald Trump behauptete in seiner Rede zur Lage der Nation, dass der Iran daran arbeite, sein Atomprogramm wieder aufzunehmen. Dies bestärkte die Erwartungen, dass es zu einem militärischen Eingreifen der USA kommen könne. Die Ölpreise haben seit Jahresbeginn von der gestiegenen Unsicherheit profitiert.
Die Vereinigten Staaten wollen an diesem Donnerstag US-Regierungskreisen zufolge mit dem Iran in Genf verhandeln. Sollte es zu einer Einigung kommen, könnte der Iran mehr Erdöl exportierten, wodurch das Angebot auf dem Weltmarkt steigen und der Ölpreis entsprechend sinken dürfte. Allerdings könnte der Konflikt auch eskalieren.
"Das weitaus größte Risiko eines US-Angriffs auf den Iran liegt aber in einer möglichen Blockade des Seeweges durch die Straße von Hormus", kommentierte Carsten Fritsch, Rohstoffexperte bei der Commerzbank (Commerzbank Aktie). "Es würde bereits ausreichen, wenn die Wasserstraße aufgrund eines zu hohen Risikos während der Kampfhandlungen für die Öltanker nicht mehr sicher passierbar wäre." Durch die Straße von Hormus würden täglich gut ein Viertel der seewärtigen Öllieferungen transportiert./jsl/la/mis
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