Die Operation "Andrea Doria", koordiniert von der Anti-Mafia-Staatsanwaltschaft in Reggio Calabria, brachte ein ausgeklügeltes Betrugssystem im Ölhandel ans Licht. Über Scheinfirmen und fingierte Geschäftsbeziehungen sollen Unternehmen systematisch Mehrwertsteuer und Verbrauchsteuern hinterzogen haben - unter anderem mit Hilfe gefälschter Absichtserklärungen, die steuerfreie Einkäufe ermöglichen, wie die Guardia di Finanza mitteilte.
Laut Ermittlern soll die kriminelle Vereinigung die gesamte Vertriebskette des Erdölprodukts bis zu den Endverteilern auf der Straße verwaltet haben. Dabei wurden Strohfirmen sowie lokale Makler eingeschaltet.
Beschlagnahmungen in Millionenhöhe
Die italienische Justiz ordnete zunächst die Beschlagnahmung von Vermögenswerten mit einem Gesamtwert von etwa 140 Millionen Euro an, darunter etwa 80 Immobilien in mehreren italienischen Regionen. Auch 28 Unternehmen, drei davon mit Sitz in Deutschland, sind betroffen. Sie waren unter anderem im Ölhandel, Transportwesen und Immobilienleasing aktiv. Zudem wurden über 80 Fahrzeuge, mehrere Luxusuhren und rund eine Million Euro in bar sichergestellt./scr/DP/stw
Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.