dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 193

IW: Bürger arbeiten weniger für Sprit als in früheren Krisen

KÖLN (dpa-AFX) - Viele Autofahrer in Deutschland ärgern sich über die stark gestiegenen Spritpreise infolge des Iran-Kriegs. Nach einer Berechnung des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) müssen Beschäftigte derzeit im Schnitt vier Minuten und 53 Sekunden für einen Liter Benzin arbeiten - und damit weniger als bei anderen großen Krisen der Vergangenheit.

play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern
Für dich zusammengefasst:
Hinweis
Eine Tanksäule (Symbolbild).
Quelle: - pixabay.com:
Brent Crude Rohöl ICE Rolling 110,9389 $ Brent Crude Rohöl ICE Rolling Chart -0,50%
Zugehörige Wertpapiere:
WTI Rohöl NYMEX Rolling 105,1772 $ WTI Rohöl NYMEX Rolling Chart -2,39%
Zugehörige Wertpapiere:

Als Grundlage der Berechnung diente der durchschnittliche Nettolohn, der laut IW zuletzt 25,56 Euro pro Stunde betrug, sowie ein Preis von 2,08 Euro für einen Liter Superbenzin. Während der Öl-Krise 1974 waren für einen Liter 6,3 Minuten Arbeit nötig, 2011 und 2012 infolge des Arabischen Frühlings knapp sechs Minuten. Der Ukraine-Krieg trieb den Wert 2022 auf 5,2 Minuten.

Der Preis für einen Liter Benzin habe sich seit 1960 zwar versiebenfacht, sagte IW-Ökonom Christoph Schröder. "Doch der durchschnittliche Nettolohn ist im selben Zeitraum fast um das Zwanzigfache gestiegen: von 1,29 Euro auf 25,56 Euro pro Stunde." Wer 1960 tanken wollte, habe dafür rund 14 Minuten gearbeitet - fast dreimal so lange wie heute. "Weil die Einkommen die Preise so deutlich überholt haben, können sich Beschäftigte an der Zapfsäule heute mehr leisten als früher."

Die Arbeitszeit pro Liter ist Schröder zufolge zwar noch weit entfernt von den Spitzenwerten früherer Krisen. "Sollte sich die Lage im Nahen Osten weiter verschärfen, dürfte sich das allerdings ändern." Bei einem Preis von 2,30 Euro pro Liter Superbenzin müssten Beschäftigte laut IW fünf Minuten und 24 Sekunden arbeiten./cr/DP/nas


Für dich aus unserer Redaktion zusammengestellt

Dein Kommentar zum Artikel im Forum

Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend