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Dieser Dreifach-Schock verändert den Aktienmarkt – und zwar jetzt

Hohe Zinsen, Kreditstress und neue Öl-Risiken setzen den Markt unter Druck. Ein Bericht von Wedbush zeigt, warum Anleger jetzt viel genauer hinschauen müssen. Wo trotzdem Chancen lauern.
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Hohe Zinsen, Spannungen an den Kreditmärkten und neue Risiken am Ölmarkt setzen die Finanzmärkte zunehmend unter Druck. Zu diesem Schluss kommt ein Bericht von Seth Basham von Wedbush Securities.

In seinem Bericht macht Basham vor allem die gestiegenen Kapitalkosten als Belastungsfaktor für Aktien aus. "Die Kapitalkosten stellen die maßgebliche Einschränkung dar", schreibt der Analyst. Aus seiner Sicht müssen sich Anleger auf ein Umfeld mit dauerhaft höheren Diskontsätzen einstellen. Das dürfte die Bewertungen an den Aktienmärkten weiter unter Druck halten.

Als Beleg verweist Basham auf die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen, die inzwischen bei mehr als 4,4 Prozent liegt. Gleichzeitig seien die Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen begrenzt. Damit fehle vielen Aktien ein wichtiger Rückenwind, der in früheren Marktphasen noch vorhanden gewesen sei.

Besonders aufmerksam blickt der Wedbush-Analyst laut dem Bericht auf den Kreditmarkt. Dort sieht er wachsende Spannungen, vor allem bei privaten Finanzierungen im Umfeld des Software-Sektors.

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Basham warnt, dass der technologische Umbruch durch künstliche Intelligenz bisherige Wettbewerbsvorteile aushöhlen könnte. Das wiederum könne die Fähigkeit einzelner Kreditnehmer schwächen, ihre Schulden zuverlässig zu bedienen. Wenn dann zwischen 2028 und 2031 größere Fälligkeiten anstehen, dürfte die Refinanzierung schwieriger werden.

Auch die übrigen Marktsignale sprechen dem Bericht zufolge eher für Vorsicht. Die anhaltend hohe Volatilität am Anleihemarkt begrenze das Aufwärtspotenzial bei Aktien. Zugleich nehme die Marktbreite ab.

Das heißt, immer weniger Titel tragen die Entwicklung der großen Indizes. Laut Basham unterscheidet sich diese Lage deutlich von früheren Zyklen, in denen die Zentralbanken mit Zinssenkungen schneller gegensteuern konnten.

Eine zusätzliche Unsicherheitsquelle sind laut Wedbush die Energiemärkte. Basham skizziert mehrere Szenarien. Diese reichen von einer vergleichsweise schnellen Beruhigung bei den Ölpreisen bis zu einer schweren Eskalation, die Rohöl auf mehr als 120 US-Dollar je Barrel treiben könnte. In einem solchen Fall wären sogar weitere Zinserhöhungen denkbar.

Je nach Verlauf würden sich auch die Gewinner an der Börse verschieben. In einem günstigeren Umfeld hätten Technologie- und zyklische Werte Vorteile. In einem schwierigeren Szenario dürften eher Energieaktien und defensive Anlagen gesucht sein.

Trotz seines vorsichtigen Grundtons sieht Basham auch Chancen. Die mit Wahlzyklen verbundene Unsicherheit habe historisch zwar häufig zu stärkeren Rücksetzern geführt. Im weiteren Jahresverlauf hätten solche Phasen aber oft auch positive Renditen hervorgebracht, sobald der politische Nebel nachgelassen habe.

Unter dem Strich rät er dazu, breite Marktwetten zu vermeiden. Stattdessen sollten Anleger gezielter nach Chancen suchen, die zum makroökonomischen Umfeld passen. Denn höhere Zinsen, Kreditstress und geopolitische Unsicherheit verändern die Spielregeln an den Märkten spürbar.

Autor: sbh-Redaktion/neb


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