- Trumpf entwickelt Laserwaffen gegen Drohnen.
- Eine Partnerschaft mit Rohde & Schwarz wird eingegangen.
- Die Entwicklung des Systems soll drei Jahre dauern.
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Die Zusammenarbeit kombiniert den Angaben zufolge die Kompetenzen von Rohde & Schwarz im Bereich Elektromagnetik und Radar-Sensorik sowie die Lasertechnologie von Trumpf. "Damit werden eine Erkennung, Verfolgung und Verteidigung gegen die wachsende Bedrohung durch Drohnen auf diversen Plattformen möglich", hieß es. Das Hochenergielasersystem von Trumpf werde in ein komplettes Drohnenabwehr-System der Münchner integriert. Für die Entwicklung haben die Firmen drei Jahre veranschlagt.
Das System der Unternehmen soll zivile Infrastruktur schützen, aber auch vom Militär eingesetzt werden können. Zuletzt hatten immer wieder Drohnen über Flughäfen und kritischer Infrastruktur in Deutschland und anderen europäischen Ländern für Aufsehen gesorgt. Außerdem spielen im Ukraine-Krieg Kampfdrohnen und deren Abwehr eine immense Rolle.
Laser als geeignetes Mittel gegen Drohnenschwärme
"Die Drohnenschwärme, wie wir sie im Ukraine-Krieg momentan erleben, sind von einer so übermächtigen Natur. Wir reden nicht von ein, zwei Drohnen. Wir reden von Hunderten", sagte Zimer. Drohnen seien heute billig, schnell und könnten durch KI koordiniert werden. Auf Angriffsszenarien mit intelligenten, selbstorganisierten Schwärmen gebe es heute keine Antwort. Lenkflugkörper und Flugabwehrpanzer seien zu teuer und hätten zum Teil Fähigkeitslücken.
Gegen solche Drohnenschwärme seien Laser ein geeignetes Mittel - zusätzlich zu konventionellen Technologien. Außerdem sei er auch - je nach Wetterlage - fast immer verfügbar. Wie das System aussieht, muss sich noch zeigen: Denkbar seien kleinere Würfel - zum Beispiel für Flughäfen - und absetzbare Container mit größerer Reichweite. Die Komponenten könnten unter anderem aber auch in Fahrzeuge und Panzer integriert werden.
Hinter den Schwaben liegt ein schwieriges Geschäftsjahr: 2024/25 hatte Trumpf deutlich weniger Umsatz gemacht. Nach Steuern stand ein Verlust von gut 23 Millionen Euro. Man wolle mit solchen Systemen zwar Geld verdienen, sagte Zimer. Man betrachte das aber nicht opportunistisch als "Business Case". Man tue das "aus einer Verantwortung gegenüber der Gesellschaft, weil wir zu der Erkenntnis gelangt sind, dass alle anderen Programme, die momentan in diesem Land laufen, zu langsam sind."
Einstieg in Rüstung bereits länger Thema
Der Maschinenbauer und Laserspezialist aus Ditzingen bei Stuttgart hatte bereits im Sommer mitgeteilt, grundsätzlich Technologien für defensive Verteidigungslösungen zur Verfügung zu stellen. "Es ist das erste Mal in unserer Unternehmensgeschichte, dass wir diesen Weg gehen", sagte Vorstandschefin Nicola Leibinger-Kammüller. Die Lösungen dürften nach ihrem bestimmungsgemäßen Gebrauch nicht gegen Menschen gerichtet werden und nur zur Abwehr von Objekten dienen. Dieser Entscheidung seien intensive Diskussionen im Gesellschafterkreis und im Vorstand vorausgegangen.
Rohde & Schwarz ist unter anderem Spezialist für Kommunikation und bietet auch militärische Elektronik an. Auf Komponenten des Unternehmens greift auch die Bundeswehr zurück./jwe/DP/nas
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