"Das überraschende Wahlergebnis in Argentinien muss man als eine Wette auf die Zukunft lesen. Die Menschen in dem südamerikanischen Krisenstaat setzen darauf, dass die von der rechtspopulistischen, neoliberalen Regierung versprochenen Verbesserungen ihrer Lebensbedingungen auch wirklich kommen. Bisher haben sie nur die Schattenseiten des monumentalen Reformprogramms mit der Kettensäge zu spüren bekommen: Seit nahezu zwei Jahren verarbeitet Staatschef Javier Milei die argentinische Wirtschaft im Wesentlichen zu Kleinholz. Er hat Arbeitsplätze vernichtet, Subventionen kassiert, Preise freigegeben. Die Medizin war bisher bitter, die Gesundung ist noch nicht eingetreten. Dass die Menschen ihn trotz einer Verschlechterung der Lebensbedingungen mit einem stärkeren Mandat ausstatten, wirkt auf den ersten Blick schwer verständlich. Doch die Angst vor dem Alten in Gestalt der peronistischen Opposition ist offenbar größer als die Furcht vor dem Neuen - einem unberechenbaren Staatschef."/yyzz/DP/stw
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