Voltatron AG

Aktie
WKN:  A2E4LE ISIN:  DE000A2E4LE9 US-Symbol:  VOAXF Branche:  Autoteile Land:  Deutschland
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17:35:25 Uhr
Depot/Watchlist
Marktkapitalisierung *
90,79 Mio. €
Streubesitz
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Voltatron Aktie Chart

Voltatron Unternehmensbeschreibung

Die Voltabox AG ist ein börsennotiertes Unternehmen, das sich ursprünglich als Spezialanbieter für industrielle Lithium-Ionen-Batteriesysteme mit Fokus auf Off-Highway-Anwendungen, Elektromobilität in Nischenmärkten und stationäre Energiespeicherlösungen positioniert hat. Das Unternehmen mit Sitz in Delbrück (Nordrhein-Westfalen) adressierte dabei primär B2B-Kunden in Europa und Nordamerika. Nach einer strategischen Neuausrichtung konzentriert sich Voltabox schwerpunktmäßig auf die Entwicklung, Systemintegration und das Lizenzieren von Batterietechnologien, anstatt kapitalintensive Massenproduktion zu betreiben. Seit 2023 befindet sich Voltabox in einem Transformationsprozess, in dessen Zuge die Einbringung der Swiss Automotive Group AG (SAG) und die Ausrichtung auf eine Holdingstruktur mit Schwerpunkt im europäischen Automotive-Aftermarket als strategische Neuausrichtung vorangetrieben wurden. Im Zuge dieser Transaktion wird die Swiss Automotive Group AG zur neuen Hauptaktivität des Konzerns, während das bisherige Batterietechnikgeschäft im Konzernprofil eine vergleichsweise geringere Bedeutung einnimmt. Für konservative Investoren steht Voltabox damit sinnbildlich für ein klein kapitalisiertes Unternehmen im Wandel, dessen Profil sich von einem fokussierten Batterietechnologieanbieter hin zu einer diversifizierteren, automobilnahen Holdingstruktur verschiebt.

Geschäftsmodell

Das ursprüngliche Geschäftsmodell von Voltabox basierte im Kern auf der Entwicklung und dem Systemdesign hochintegrierter Lithium-Ionen-Batteriesysteme für industrielle Anwendungen. Der Schwerpunkt lag auf modularen, skalierbaren Batteriesystemen, die kundenspezifisch konfiguriert werden. Die Wertschöpfung umfasste im Kern:
  • Konzeption und Engineering von Batterie- und Energiespeichersystemen
  • Entwicklung von Batterie-Management-Systemen und Sicherheitsarchitekturen
  • Integration in kundenspezifische Anwendungen, etwa im Bereich Nutzfahrzeuge, Bergbau, Intralogistik oder Spezialfahrzeuge
  • Lizenzierung von Technologien und IP-basierten Lösungen
  • After-Sales-Services wie Wartung, Monitoring und Austauschkonzepte
  • l>Im Zuge der strategischen Fokussierung reduzierte Voltabox seine Fertigungstiefe und den Kapitaleinsatz, indem verstärkt mit Fertigungspartnern gearbeitet und auf ein „Asset-light“-Modell hingesteuert wurde. Damit sollten Fixkosten gesenkt, die operative Flexibilität erhöht und die Rolle als Technologielieferant und Entwicklungspartner gestärkt werden. Die Umsatzgenerierung erfolgte überwiegend projektbasiert über Systemlösungen und weniger über standardisierte Massenprodukte. Mit der Einbringung der Swiss Automotive Group AG verschiebt sich das Geschäftsmodell auf Konzernebene jedoch deutlich in Richtung eines breit aufgestellten Automobilhandels- und Servicenetzwerks im europäischen Automotive-Aftermarket. Das Batterietechnikgeschäft bildet seither nur noch einen Teilbereich innerhalb der Gesamtgruppe, während das operative Profil zunehmend durch das Ersatzteil- und Servicegeschäft der SAG geprägt wird.

Mission und strategische Leitlinien

Die ursprüngliche Mission von Voltabox bestand darin, emissionsarme, leistungsfähige und langlebige Energiespeicherlösungen für industrielle und nischenspezifische Mobilitätsanwendungen bereitzustellen und damit zur Dekarbonisierung des Schwerlast- und Sonderfahrzeugsegments beizutragen. Im Mittelpunkt standen:
  • die Substitution konventioneller Blei-Säure- und Dieseltechnologien durch Lithium-Ionen-Systeme
  • die Erhöhung von Energieeffizienz und Betriebsverfügbarkeit in industriellen Anwendungen
  • die Verbesserung der Wirtschaftlichkeit im Betrieb für Flottenbetreiber und Industrieanwender
  • l>Strategisch setzte das Unternehmen dabei auf technologische Spezialisierung, eine fokussierte Branchenabdeckung und Partnerschaften entlang der Wertschöpfungskette. Managementseitig wurde die Priorität auf Profitabilität, Bilanzstabilisierung und strikte Investitionsdisziplin gelegt, um das Risiko aus der hohen Volatilität von Wachstumsprojekten zu begrenzen. Mit der Einbringung der Swiss Automotive Group AG treten ergänzend neue strategische Leitlinien in den Vordergrund, die auf den Ausbau eines umfangreichen Distributions- und Servicenetzwerks für die Automobil- und Nutzfahrzeugbranche in mehreren europäischen Ländern abzielen. Die strategische Ausrichtung der Voltabox-Gruppe ist damit stärker von den langfristigen Zielen und Prioritäten der SAG geprägt, während die Batterietechnologie-Aktivitäten eine ergänzende Rolle im Gesamtportfolio einnehmen.

Produkte und Dienstleistungen

Voltabox entwickelt beziehungsweise entwickelte modulare Lithium-Ionen-Batteriesysteme für anspruchsvolle Einsatzfelder. Zu den Kernprodukten zählen bzw. zählten:
  • Traktionsbatterien für industrielle Flurförderzeuge, Kommunalfahrzeuge, Busse im Spezialsegment und Off-Highway-Fahrzeuge
  • Batteriesysteme für Bergbau- und Tunnelmaschinen sowie andere Schwerlastanwendungen
  • Batteriepacks mit integrierten Batterie-Management-Systemen, Temperaturmanagement und Sicherheitsfeatures
  • stationäre Energiespeicherlösungen für industrielle Anwendungen, Puffer- und Peak-Shaving-Konzepte
  • l>Ergänzend bietet beziehungsweise bot Voltabox projektbezogene Dienstleistungen, darunter:
    • Anwendungsengineering und Systemauslegung in enger Abstimmung mit Erstausrüstern
    • Validierung, Test und Zertifizierung von Batteriesystemen
    • Aftermarket-Services, Zustandsüberwachung und Austauschkonzepte über den Lebenszyklus
    • l>Durch den Fokus auf kundenspezifische Lösungen wurde Voltabox typischerweise früh in Entwicklungsprojekte eingebunden und positionierte sich als Technologiepartner entlang der gesamten Projektlaufzeit. Im Zuge der Integration der Swiss Automotive Group AG wird das Spektrum der Produkte und Dienstleistungen der Gruppe jedoch wesentlich durch klassische Handels-, Service- und Logistikleistungen im Automobil- und Nutzfahrzeugersatzteilmarkt geprägt. Die Batteriesysteme stellen weiterhin einen eigenständigen technologischen Schwerpunkt dar, sind aber im Konzernkontext nur noch eine von mehreren Aktivitäten.

Business Units und organisatorische Struktur

Die organisatorische Struktur von Voltabox war historisch nach Anwendungsfeldern gegliedert, etwa in Segmente wie Elektromobilität, Intralogistik oder Off-Highway-Fahrzeuge. Im Zuge der strategischen Neuausrichtung und Portfolio-Bereinigung wurden insbesondere frühere Auslandseinheiten und Randaktivitäten reduziert oder veräußert. Der Fokus lag im Wesentlichen auf der Steuerung der Entwicklungs-, System- und IP-Aktivitäten aus Deutschland heraus. Aufgrund der Unternehmensgröße war die Struktur vergleichsweise schlank, wodurch Managemententscheidungen und strategische Anpassungen mit relativ kurzer Reaktionszeit umgesetzt werden konnten. Konkrete, klar abgegrenzte Business Units nach klassischem Großkonzernschema waren nur eingeschränkt ausgeprägt, stattdessen dominierten projekt- und kundenorientierte Einheiten. Durch die Einbringung der Swiss Automotive Group AG ist inzwischen von einer deutlich komplexeren, stärker dezentral organisierten Struktur mit zahlreichen Standorten in mehreren europäischen Ländern auszugehen. In dieser Struktur bildet der bisherige Batterietechnikbereich eine von mehreren Geschäftssäulen innerhalb einer Holding, deren Schwerpunkt auf dem Automotive-Aftermarket liegt.

Alleinstellungsmerkmale und technologische Stärken

Voltabox strebte an, sich über technologische Spezialisierung und kundenspezifische Systemintegration von generischen Batterieanbietern abzugrenzen. Zu den angestrebten Alleinstellungsmerkmalen zählten:
  • hohe Systemintegration mit abgestimmtem Zusammenspiel von Zellen, Modulen und Batterie-Management-System
  • Fokus auf industrielle Nischen und Off-Highway-Anwendungen mit hohen Anforderungen an Robustheit, Sicherheitsarchitektur und Lebensdauer
  • modular aufgebaute Plattformen, die kundenspezifische Konfigurationen und relativ kurze Time-to-Market ermöglichen
  • Engineering-Know-how für anspruchsvolle Einsatzprofile, etwa hohe Zyklenzahlen, Temperaturschwankungen und hohe Dauerlast
  • l>Der Unternehmenswert im bisherigen Kernsegment basierte in wesentlichen Teilen auf Know-how, Ingenieurskompetenz und proprietären Systemarchitekturen, weniger auf Skaleneffekten in der Zellfertigung. Mit der Einbringung der Swiss Automotive Group AG treten zusätzliche Wettbewerbsvorteile auf Konzernebene hinzu, die auf einem dichten Filial- und Logistiknetz, regionaler Marktkenntnis und langjährigen Kundenbeziehungen im Automotive-Aftermarket beruhen. Dadurch verschiebt sich der Profilmix des Unternehmens insgesamt von einem reinen Technologieanbieter hin zu einer Kombination aus Handels-, Service- und Technologiekompetenzen.

Wettbewerbsumfeld und Burggräben

Voltabox agierte im bisherigen Kerngeschäft in einem stark fragmentierten, aber wettbewerbsintensiven Markt für industrielle Batteriesysteme. Zu den relevanten Wettbewerbern zählen spezialisierte europäische und asiatische Anbieter von Lithium-Ionen-Systemen sowie größere Industriekonzerne mit integrierten Energiespeicherlösungen. Im breiten Wettbewerbsumfeld bewegen sich Unternehmen, die Fertigungsvolumen, vertikale Integration und Kostenvorteile aus der Massenproduktion nutzen. Potenzielle Burggräben von Voltabox bestanden primär in:
  • langfristigen Kundenbeziehungen zu Erstausrüstern und Flottenbetreibern
  • Anwendungskompetenz in speziellen Off-Highway- und Industrienischen
  • projektbezogener Integration in kundenspezifische Entwicklungszyklen
  • technologischem Know-how im Bereich Systemdesign und Sicherheitsarchitektur
  • l>Diese Moats sind allerdings deutlich schwächer als patentrechtlich und kapitalintensiv abgesicherte Großserienmodelle. Gleichzeitig besteht ein erheblicher Preisdruck durch global agierende Zell- und Systemhersteller, insbesondere aus Asien. Im Zuge der Einbringung der Swiss Automotive Group AG kommt ein weiteres, eigenständiges Wettbewerbsumfeld im europäischen Automotive-Aftermarket hinzu, in dem Faktoren wie Sortimentstiefe, Logistik, Servicequalität und regionale Marktpräsenz zentrale Rollen spielen und das Wettbewerbsszenario der Voltabox-Gruppe maßgeblich prägt.

Management und Strategie

Das Management von Voltabox hat in den vergangenen Jahren einen umfassenden Restrukturierungs- und Fokussierungsprozess eingeleitet. Strategische Leitlinien waren und sind:
  • Verringerung der Fertigungstiefe und Umstellung auf ein asset-light, IP- und Engineering-zentriertes Modell im Batterietechnikbereich
  • Bereinigung des Produkt- und Projektportfolios mit Konzentration auf renditestärkere Nischen
  • Kostendisziplin und Bilanzstabilisierung nach vorangegangenen Wachstumsphasen mit hoher Kapitalbindung
  • Aufbau und Pflege langfristiger Partnerschaften mit Industriekunden und Fertigungspartnern
  • l>Die Führungsstruktur ist für ein Small- und Micro-Cap-Unternehmen typisch schlank. Der Erfolg der gewählten Strategie hängt wesentlich von der Fähigkeit des Managements ab, neue Projekte mit angemessenem Risiko-Rendite-Profil zu akquirieren und gleichzeitig die operative Komplexität zu beherrschen. Seit 2023 beziehungsweise 2024 verfolgt das Management zusätzlich die strategische Neuausrichtung durch die Einbringung der Swiss Automotive Group AG, wodurch sich die Rolle der Voltabox AG an der Börse von einem fokussierten Batteriespezialisten hin zu einer Holding mit Schwerpunkt auf dem europäischen Automotive-Aftermarket verschiebt. Für Anleger bleibt die Umsetzungskraft des Managements ein zentraler Beobachtungspunkt, insbesondere mit Blick auf Corporate Governance, Transparenz und den Umgang mit dieser grundlegenden strategischen Weichenstellung.

Branche und regionale Ausrichtung

Voltabox operiert mit seinem bisherigen Kerngeschäft im Schnittfeld von Batterietechnologie, industrieller Elektromobilität und erneuerbaren Energiesystemen. Der Markt für Lithium-Ionen-Batterien wächst strukturell, getrieben durch:
  • regulatorischen Druck zur Emissionsreduzierung im Verkehr und in der Industrie
  • steigenden Elektrifizierungsgrad von Nutzfahrzeugen, Flurförderzeugen und Off-Highway-Maschinen
  • Wachstum bei stationären Speichersystemen zur Netzstabilisierung und Eigenverbrauchsoptimierung
  • l>Regional lag der Schwerpunkt der bisherigen Geschäftstätigkeit im Batteriebereich auf Europa, ergänzt um internationale Kundenprojekte. Der europäische Markt ist durch hohe Qualitäts-, Sicherheits- und Nachhaltigkeitsanforderungen geprägt, was technologische Kompetenz für Voltabox zur Voraussetzung, aber nicht automatisch zum Wettbewerbsvorteil macht. Zugleich besteht in Europa eine strategische Debatte über technologische Souveränität und den Aufbau eigener Batteriewertschöpfung, von der spezialisierte Systemanbieter indirekt profitieren können, etwa über Förderprogramme oder Kooperationsprojekte. Mit der Einbringung der Swiss Automotive Group AG wird die regionale Präsenz der Gruppe insbesondere in der Schweiz, in Deutschland und weiteren europäischen Ländern im Bereich Automotive-Aftermarket deutlich ausgeweitet. Dadurch verschiebt sich der regionale Schwerpunkt der Gesamtgruppe stärker auf den europäischen Ersatzteil- und Servicehandel, während das Batterietechnikgeschäft in erster Linie als ergänzender technischer Baustein fungiert.

Unternehmensgeschichte

Voltabox entstand als auf industrielle Batterielösungen fokussierte Gesellschaft und wurde in den 2010er-Jahren als Wachstumsstory im Bereich Elektromobilität an der Börse positioniert. Nach einer Phase expansiver Strategien, internationaler Aktivitäten und hoher Erwartungen folgten operative Herausforderungen, Restrukturierungen und eine Neuausrichtung des Geschäftsmodells. Die Historie ist geprägt von:
  • Spezialisierung auf Lithium-Ionen-Technologie für industrielle Anwendungen
  • Aufbau und späterer Bereinigung von Auslandsaktivitäten und Fertigungsstandorten
  • Strategiewechsel von einem stärker produktionsorientierten Ansatz hin zu einem fokussierten Technologielieferanten
  • Kapitalmarktphasen mit deutlicher Volatilität und teils stark schwankendem Anlegervertrauen
  • l>Seit 2023 und 2024 markiert die Vereinbarung zur Einbringung der Swiss Automotive Group AG einen weiteren Wendepunkt in der Unternehmensgeschichte, da die Voltabox AG damit von einem spezialisierten Batterietechnologieunternehmen in eine Holding mit Schwerpunkt im europäischen Automotive-Aftermarket überführt werden soll. Diese Entwicklung verdeutlicht die hohen Zyklizitäten junger Technologieunternehmen in regulierungs- und technologiegetriebenen Märkten und zeigt, wie strategische Neuausrichtungen das Profil eines börsennotierten Unternehmens grundlegend verändern können.

Besonderheiten für Anleger

Voltabox weist typische Merkmale eines klein kapitalisierten börsennotierten Unternehmens („Small/Micro Cap“) auf. Die Aktie kann relativ geringe Handelsvolumina und damit eine eingeschränkte Liquidität zeigen. Informationsdichte, Analystenabdeckung und mediale Präsenz sind im Vergleich zu großen Industrie- und Technologiekonzernen begrenzt. Das bisherige Geschäftsmodell im Batteriebereich ist technologiegetrieben, projektorientiert und mit Abhängigkeiten von Schlüsselaufträgen, individuellem Know-how und technologischem Fortschritt verbunden. Diese Besonderheiten führen zu:
  • erhöhten Kursschwankungen bei Unternehmensmeldungen oder Marktveränderungen
  • Unternehmensrisiken im Falle ausbleibender Projektgewinne oder technologischer Disruption
  • Notwendigkeit für Anleger, Unternehmensmeldungen, Ad-hoc-Mitteilungen und Geschäftsberichte eng zu verfolgen
  • l>Mit der Einbringung der Swiss Automotive Group AG kommen weitere Besonderheiten hinzu, etwa die Integration eines deutlich größeren, filialbasierten Geschäfts mit eigener Risikostruktur und regionaler Streuung. Konservative Investoren sollten sich der erhöhten idiosynkratischen Risiken, der erhöhten Komplexität der Konzernstruktur und der gegenüber Standardwerten geringeren Diversifikation innerhalb eines Einzeltitels bewusst sein.

Chancen aus Investorensicht

Ein Engagement in Voltabox eröffnete und eröffnet Investoren die Möglichkeit, an strukturellen Trends der Elektrifizierung industrieller Anwendungen und an der Nachfrage nach Lithium-Ionen-Batteriesystemen teilzuhaben. Chancen ergeben sich insbesondere aus:
  • weitreichender Dekarbonisierung und Elektrifizierung in Industrie und Off-Highway-Segmenten
  • der Verlagerung hin zu emissionsärmeren Spezial- und Nutzfahrzeugen
  • möglicher Skalierung des asset-light-Geschäftsmodells im Batteriebereich bei erfolgreicher Partnerschafts- und Kundenakquise
  • potenziellen Wertbeiträgen durch Technologiefortschritte, IP-Aufwertung und erfolgreiche Referenzprojekte
  • l>Mit der Einbringung der Swiss Automotive Group AG kommen neue potenzielle Chancen hinzu, die aus der Kombination eines spezialisierten Batterietechnologiegeschäfts mit einem etablierten Distributions- und Servicenetzwerk im Automotive-Aftermarket resultieren können. Dazu zählen unter anderem mögliche Synergien in Bereichen wie Elektrifizierung von Fahrzeugflotten, Integration von Energiespeicherlösungen bei Werkstatt- und Flottenkunden oder der Zugang zu einer breiteren Kundenbasis in mehreren europäischen Märkten. Zudem kann die breiter aufgestellte Geschäftsstruktur dazu beitragen, Risiken einzelner Aktivitäten im Konzernverbund teilweise zu diversifizieren.

Risiken aus Investorensicht

Dem gegenüber stehen Risiken, die konservative Anleger besonders sorgfältig gewichten sollten. Dazu zählen:
  • unternehmensspezifische Risiken aus der Historie von Restrukturierungen, strategischen Neuausrichtungen und phasenweise angespanntem Marktvertrauen
  • operative Risiken durch projektbasierte Umsatzströme, mögliche Verzögerungen oder Stornierungen von Kundenprojekten im Batterietechnikbereich
  • technologische Risiken, falls sich alternative Speichertechnologien, Zellchemien oder konkurrierende Systemarchitekturen schneller durchsetzen
  • wettbewerbsbedingter Preisdruck durch global integrierte Batteriehersteller mit Skaleneffekten
  • Kapitalmarktrisiken aus begrenzter Liquidität der Aktie, Kurssensitivität gegenüber Unternehmensmeldungen und potenziell eingeschränkten Finanzierungsspielräumen
  • Integrations- und Transformationsrisiken im Zusammenhang mit der Einbringung der Swiss Automotive Group AG, etwa hinsichtlich kultureller Integration, Systemharmonisierung oder der Steuerung eines deutlich größeren, heterogenen Geschäftsportfolios
  • l>Aufgrund dieser Faktoren ist Voltabox aus Sicht eines vorsichtigen, einkommensorientierten Anlegers eher im spekulativen Bereich einzuordnen. Eine sorgfältige Prüfung der eigenen Risikotragfähigkeit, eine breitere Diversifikation und eine genaue Beobachtung der Umsetzung der Unternehmensstrategie sind vor einer Anlageentscheidung wichtig.

Kursdaten

Geld/Brief -   / -  
Spread -
Schluss Vortag 4,265 €
Gehandelte Stücke 9.788
Tagesvolumen Vortag 23.593,58 €
Tagestief 4,27 €
Tageshoch 4,375 €
52W-Tief 3,47 €
52W-Hoch 8,84 €
Jahrestief 3,47 €
Jahreshoch 5,54 €

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Warnung
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlage­strategien geeignet.

Community: Diskussion zur Voltatron Aktie

Zusammengefasst - darüber diskutiert aktuell die Community

  • Die neuesten Beiträge erwähnen eine Ad‑hoc‑Meldung zum ersten Quartal 2026 mit deutlich gestiegenem Umsatz und Ergebnis, setzen diese positive Nachricht jedoch in Kontrast zur längeren Historie von Verlusten und wiederholter Skepsis gegenüber einem nachhaltigen Turnaround.
  • Wiederkehrende Kritikpunkte umfassen Kapitalerhöhungen, negatives Eigenkapital und starke Abhängigkeit von Gesellschafterdarlehen (Trionity), einen gescheiterten Verkauf der Tochter GreenCluster sowie Gewinnwarnungen und hohen Cash‑Burn, wodurch Nutzer ein erhöhtes Insolvenz‑ und Verwässerungsrisiko sehen.
  • Für das Papier dokumentieren die Beiträge hohe Kursvolatilität, wiederholte Kurseinbrüche und Warnungen vor Marktmanipulation (u.a. über Telegram), während vereinzelte Stimmen auf neue Vorstände und eine strategische Neuausrichtung verweisen, die aber insgesamt kaum die anhaltende Unsicherheit der Anleger beseitigen.
Hinweis
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Voltatron Aktie: Fundamentale Kennzahlen (2023)

Umsatz in Mio. 5,89 €
Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. -
Jahresüberschuss in Mio. -3,89 €
Umsatz je Aktie 0,28 €
Gewinn je Aktie -0,20 €
Gewinnrendite -66,08%
Umsatzrendite -66,08%
Return on Investment -68,02%
Marktkapitalisierung in Mio. 90,79 €
KGV (Kurs/Gewinn) -5,05
KBV (Kurs/Buchwert) -
KUV (Kurs/Umsatz) 3,37
Eigenkapitalrendite -
Eigenkapitalquote -47,43%

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17.05.2019 0,030 €
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Voltatron Termine

19.06.2026 Ordentliche Hauptversammlung 2026
13.05.2026 Konzernzwischenmitteilung zum 31. März 2026 - 1. Quartal
16.04.2026 Konzernabschluss zum 31. Dezember 2025 - Geschäftsbericht 2025
11.12.2025 Außerordentliche Hauptversammlung der Voltatron AG

Voltatron Aktie: Übersicht Handelsplätze

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Düsseldorf 4,225 +2,92%
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Gettex 4,30 -2,27%
4,40 € 22:44
Hamburg 4,00 +1,39%
3,945 € 08:16
L&S RT 4,115 -2,89%
4,2375 € 22:59
München 4,21 -2,77%
4,33 € 09:15
Quotrix 4,20 +1,20%
4,15 € 07:27
Stuttgart 4,055 -1,58%
4,12 € 21:55
Tradegate 4,05 -4,93%
4,26 € 19:37
Wien 4,30 +2,14%
4,21 € 17:32
Xetra 4,27 +0,12%
4,265 € 17:35
Weitere Börsenplätze

Historische Kurse

Datum
Kurs
Volumen
07.08.26 4,32 2.158
06.08.26 4,265 23.594
05.08.26 4,125 6.264
04.08.26 4,08 95 T
03.08.26 3,94 24.095
31.07.26 3,875 17.782
Weitere Historische Kurse

Performance

Zeitraum Kurs %
1 Woche 3,875 € +11,48%
1 Monat 4,075 € +6,01%
6 Monate 4,28 € +0,93%
1 Jahr 4,07 € +6,14%
5 Jahre 1,78 € +142,70%

Unternehmensprofil Voltatron

Unternehmensprofil Voltatron
Die Voltabox AG ist ein börsennotiertes Unternehmen, das sich ursprünglich als Spezialanbieter für industrielle Lithium-Ionen-Batteriesysteme mit Fokus auf Off-Highway-Anwendungen, Elektromobilität in Nischenmärkten und stationäre Energiespeicherlösungen positioniert hat. Das Unternehmen mit Sitz in Delbrück (Nordrhein-Westfalen) adressierte dabei primär B2B-Kunden in Europa und Nordamerika. Nach einer strategischen Neuausrichtung konzentriert sich Voltabox schwerpunktmäßig auf die Entwicklung, Systemintegration und das Lizenzieren von Batterietechnologien, anstatt kapitalintensive Massenproduktion zu betreiben. Seit 2023 befindet sich Voltabox in einem Transformationsprozess, in dessen Zuge die Einbringung der Swiss Automotive Group AG (SAG) und die Ausrichtung auf eine Holdingstruktur mit Schwerpunkt im europäischen Automotive-Aftermarket als strategische Neuausrichtung vorangetrieben wurden. Im Zuge dieser Transaktion wird die Swiss Automotive Group AG zur neuen Hauptaktivität des Konzerns, während das bisherige Batterietechnikgeschäft im Konzernprofil eine vergleichsweise geringere Bedeutung einnimmt. Für konservative Investoren steht Voltabox damit sinnbildlich für ein klein kapitalisiertes Unternehmen im Wandel, dessen Profil sich von einem fokussierten Batterietechnologieanbieter hin zu einer diversifizierteren, automobilnahen Holdingstruktur verschiebt.

Geschäftsmodell

Das ursprüngliche Geschäftsmodell von Voltabox basierte im Kern auf der Entwicklung und dem Systemdesign hochintegrierter Lithium-Ionen-Batteriesysteme für industrielle Anwendungen. Der Schwerpunkt lag auf modularen, skalierbaren Batteriesystemen, die kundenspezifisch konfiguriert werden. Die Wertschöpfung umfasste im Kern:
  • Konzeption und Engineering von Batterie- und Energiespeichersystemen
  • Entwicklung von Batterie-Management-Systemen und Sicherheitsarchitekturen
  • Integration in kundenspezifische Anwendungen, etwa im Bereich Nutzfahrzeuge, Bergbau, Intralogistik oder Spezialfahrzeuge
  • Lizenzierung von Technologien und IP-basierten Lösungen
  • After-Sales-Services wie Wartung, Monitoring und Austauschkonzepte
  • l>Im Zuge der strategischen Fokussierung reduzierte Voltabox seine Fertigungstiefe und den Kapitaleinsatz, indem verstärkt mit Fertigungspartnern gearbeitet und auf ein „Asset-light“-Modell hingesteuert wurde. Damit sollten Fixkosten gesenkt, die operative Flexibilität erhöht und die Rolle als Technologielieferant und Entwicklungspartner gestärkt werden. Die Umsatzgenerierung erfolgte überwiegend projektbasiert über Systemlösungen und weniger über standardisierte Massenprodukte. Mit der Einbringung der Swiss Automotive Group AG verschiebt sich das Geschäftsmodell auf Konzernebene jedoch deutlich in Richtung eines breit aufgestellten Automobilhandels- und Servicenetzwerks im europäischen Automotive-Aftermarket. Das Batterietechnikgeschäft bildet seither nur noch einen Teilbereich innerhalb der Gesamtgruppe, während das operative Profil zunehmend durch das Ersatzteil- und Servicegeschäft der SAG geprägt wird.

Mission und strategische Leitlinien

Die ursprüngliche Mission von Voltabox bestand darin, emissionsarme, leistungsfähige und langlebige Energiespeicherlösungen für industrielle und nischenspezifische Mobilitätsanwendungen bereitzustellen und damit zur Dekarbonisierung des Schwerlast- und Sonderfahrzeugsegments beizutragen. Im Mittelpunkt standen:
  • die Substitution konventioneller Blei-Säure- und Dieseltechnologien durch Lithium-Ionen-Systeme
  • die Erhöhung von Energieeffizienz und Betriebsverfügbarkeit in industriellen Anwendungen
  • die Verbesserung der Wirtschaftlichkeit im Betrieb für Flottenbetreiber und Industrieanwender
  • l>Strategisch setzte das Unternehmen dabei auf technologische Spezialisierung, eine fokussierte Branchenabdeckung und Partnerschaften entlang der Wertschöpfungskette. Managementseitig wurde die Priorität auf Profitabilität, Bilanzstabilisierung und strikte Investitionsdisziplin gelegt, um das Risiko aus der hohen Volatilität von Wachstumsprojekten zu begrenzen. Mit der Einbringung der Swiss Automotive Group AG treten ergänzend neue strategische Leitlinien in den Vordergrund, die auf den Ausbau eines umfangreichen Distributions- und Servicenetzwerks für die Automobil- und Nutzfahrzeugbranche in mehreren europäischen Ländern abzielen. Die strategische Ausrichtung der Voltabox-Gruppe ist damit stärker von den langfristigen Zielen und Prioritäten der SAG geprägt, während die Batterietechnologie-Aktivitäten eine ergänzende Rolle im Gesamtportfolio einnehmen.

Produkte und Dienstleistungen

Voltabox entwickelt beziehungsweise entwickelte modulare Lithium-Ionen-Batteriesysteme für anspruchsvolle Einsatzfelder. Zu den Kernprodukten zählen bzw. zählten:
  • Traktionsbatterien für industrielle Flurförderzeuge, Kommunalfahrzeuge, Busse im Spezialsegment und Off-Highway-Fahrzeuge
  • Batteriesysteme für Bergbau- und Tunnelmaschinen sowie andere Schwerlastanwendungen
  • Batteriepacks mit integrierten Batterie-Management-Systemen, Temperaturmanagement und Sicherheitsfeatures
  • stationäre Energiespeicherlösungen für industrielle Anwendungen, Puffer- und Peak-Shaving-Konzepte
  • l>Ergänzend bietet beziehungsweise bot Voltabox projektbezogene Dienstleistungen, darunter:
    • Anwendungsengineering und Systemauslegung in enger Abstimmung mit Erstausrüstern
    • Validierung, Test und Zertifizierung von Batteriesystemen
    • Aftermarket-Services, Zustandsüberwachung und Austauschkonzepte über den Lebenszyklus
    • l>Durch den Fokus auf kundenspezifische Lösungen wurde Voltabox typischerweise früh in Entwicklungsprojekte eingebunden und positionierte sich als Technologiepartner entlang der gesamten Projektlaufzeit. Im Zuge der Integration der Swiss Automotive Group AG wird das Spektrum der Produkte und Dienstleistungen der Gruppe jedoch wesentlich durch klassische Handels-, Service- und Logistikleistungen im Automobil- und Nutzfahrzeugersatzteilmarkt geprägt. Die Batteriesysteme stellen weiterhin einen eigenständigen technologischen Schwerpunkt dar, sind aber im Konzernkontext nur noch eine von mehreren Aktivitäten.

Business Units und organisatorische Struktur

Die organisatorische Struktur von Voltabox war historisch nach Anwendungsfeldern gegliedert, etwa in Segmente wie Elektromobilität, Intralogistik oder Off-Highway-Fahrzeuge. Im Zuge der strategischen Neuausrichtung und Portfolio-Bereinigung wurden insbesondere frühere Auslandseinheiten und Randaktivitäten reduziert oder veräußert. Der Fokus lag im Wesentlichen auf der Steuerung der Entwicklungs-, System- und IP-Aktivitäten aus Deutschland heraus. Aufgrund der Unternehmensgröße war die Struktur vergleichsweise schlank, wodurch Managemententscheidungen und strategische Anpassungen mit relativ kurzer Reaktionszeit umgesetzt werden konnten. Konkrete, klar abgegrenzte Business Units nach klassischem Großkonzernschema waren nur eingeschränkt ausgeprägt, stattdessen dominierten projekt- und kundenorientierte Einheiten. Durch die Einbringung der Swiss Automotive Group AG ist inzwischen von einer deutlich komplexeren, stärker dezentral organisierten Struktur mit zahlreichen Standorten in mehreren europäischen Ländern auszugehen. In dieser Struktur bildet der bisherige Batterietechnikbereich eine von mehreren Geschäftssäulen innerhalb einer Holding, deren Schwerpunkt auf dem Automotive-Aftermarket liegt.

Alleinstellungsmerkmale und technologische Stärken

Voltabox strebte an, sich über technologische Spezialisierung und kundenspezifische Systemintegration von generischen Batterieanbietern abzugrenzen. Zu den angestrebten Alleinstellungsmerkmalen zählten:
  • hohe Systemintegration mit abgestimmtem Zusammenspiel von Zellen, Modulen und Batterie-Management-System
  • Fokus auf industrielle Nischen und Off-Highway-Anwendungen mit hohen Anforderungen an Robustheit, Sicherheitsarchitektur und Lebensdauer
  • modular aufgebaute Plattformen, die kundenspezifische Konfigurationen und relativ kurze Time-to-Market ermöglichen
  • Engineering-Know-how für anspruchsvolle Einsatzprofile, etwa hohe Zyklenzahlen, Temperaturschwankungen und hohe Dauerlast
  • l>Der Unternehmenswert im bisherigen Kernsegment basierte in wesentlichen Teilen auf Know-how, Ingenieurskompetenz und proprietären Systemarchitekturen, weniger auf Skaleneffekten in der Zellfertigung. Mit der Einbringung der Swiss Automotive Group AG treten zusätzliche Wettbewerbsvorteile auf Konzernebene hinzu, die auf einem dichten Filial- und Logistiknetz, regionaler Marktkenntnis und langjährigen Kundenbeziehungen im Automotive-Aftermarket beruhen. Dadurch verschiebt sich der Profilmix des Unternehmens insgesamt von einem reinen Technologieanbieter hin zu einer Kombination aus Handels-, Service- und Technologiekompetenzen.

Wettbewerbsumfeld und Burggräben

Voltabox agierte im bisherigen Kerngeschäft in einem stark fragmentierten, aber wettbewerbsintensiven Markt für industrielle Batteriesysteme. Zu den relevanten Wettbewerbern zählen spezialisierte europäische und asiatische Anbieter von Lithium-Ionen-Systemen sowie größere Industriekonzerne mit integrierten Energiespeicherlösungen. Im breiten Wettbewerbsumfeld bewegen sich Unternehmen, die Fertigungsvolumen, vertikale Integration und Kostenvorteile aus der Massenproduktion nutzen. Potenzielle Burggräben von Voltabox bestanden primär in:
  • langfristigen Kundenbeziehungen zu Erstausrüstern und Flottenbetreibern
  • Anwendungskompetenz in speziellen Off-Highway- und Industrienischen
  • projektbezogener Integration in kundenspezifische Entwicklungszyklen
  • technologischem Know-how im Bereich Systemdesign und Sicherheitsarchitektur
  • l>Diese Moats sind allerdings deutlich schwächer als patentrechtlich und kapitalintensiv abgesicherte Großserienmodelle. Gleichzeitig besteht ein erheblicher Preisdruck durch global agierende Zell- und Systemhersteller, insbesondere aus Asien. Im Zuge der Einbringung der Swiss Automotive Group AG kommt ein weiteres, eigenständiges Wettbewerbsumfeld im europäischen Automotive-Aftermarket hinzu, in dem Faktoren wie Sortimentstiefe, Logistik, Servicequalität und regionale Marktpräsenz zentrale Rollen spielen und das Wettbewerbsszenario der Voltabox-Gruppe maßgeblich prägt.

Management und Strategie

Das Management von Voltabox hat in den vergangenen Jahren einen umfassenden Restrukturierungs- und Fokussierungsprozess eingeleitet. Strategische Leitlinien waren und sind:
  • Verringerung der Fertigungstiefe und Umstellung auf ein asset-light, IP- und Engineering-zentriertes Modell im Batterietechnikbereich
  • Bereinigung des Produkt- und Projektportfolios mit Konzentration auf renditestärkere Nischen
  • Kostendisziplin und Bilanzstabilisierung nach vorangegangenen Wachstumsphasen mit hoher Kapitalbindung
  • Aufbau und Pflege langfristiger Partnerschaften mit Industriekunden und Fertigungspartnern
  • l>Die Führungsstruktur ist für ein Small- und Micro-Cap-Unternehmen typisch schlank. Der Erfolg der gewählten Strategie hängt wesentlich von der Fähigkeit des Managements ab, neue Projekte mit angemessenem Risiko-Rendite-Profil zu akquirieren und gleichzeitig die operative Komplexität zu beherrschen. Seit 2023 beziehungsweise 2024 verfolgt das Management zusätzlich die strategische Neuausrichtung durch die Einbringung der Swiss Automotive Group AG, wodurch sich die Rolle der Voltabox AG an der Börse von einem fokussierten Batteriespezialisten hin zu einer Holding mit Schwerpunkt auf dem europäischen Automotive-Aftermarket verschiebt. Für Anleger bleibt die Umsetzungskraft des Managements ein zentraler Beobachtungspunkt, insbesondere mit Blick auf Corporate Governance, Transparenz und den Umgang mit dieser grundlegenden strategischen Weichenstellung.

Branche und regionale Ausrichtung

Voltabox operiert mit seinem bisherigen Kerngeschäft im Schnittfeld von Batterietechnologie, industrieller Elektromobilität und erneuerbaren Energiesystemen. Der Markt für Lithium-Ionen-Batterien wächst strukturell, getrieben durch:
  • regulatorischen Druck zur Emissionsreduzierung im Verkehr und in der Industrie
  • steigenden Elektrifizierungsgrad von Nutzfahrzeugen, Flurförderzeugen und Off-Highway-Maschinen
  • Wachstum bei stationären Speichersystemen zur Netzstabilisierung und Eigenverbrauchsoptimierung
  • l>Regional lag der Schwerpunkt der bisherigen Geschäftstätigkeit im Batteriebereich auf Europa, ergänzt um internationale Kundenprojekte. Der europäische Markt ist durch hohe Qualitäts-, Sicherheits- und Nachhaltigkeitsanforderungen geprägt, was technologische Kompetenz für Voltabox zur Voraussetzung, aber nicht automatisch zum Wettbewerbsvorteil macht. Zugleich besteht in Europa eine strategische Debatte über technologische Souveränität und den Aufbau eigener Batteriewertschöpfung, von der spezialisierte Systemanbieter indirekt profitieren können, etwa über Förderprogramme oder Kooperationsprojekte. Mit der Einbringung der Swiss Automotive Group AG wird die regionale Präsenz der Gruppe insbesondere in der Schweiz, in Deutschland und weiteren europäischen Ländern im Bereich Automotive-Aftermarket deutlich ausgeweitet. Dadurch verschiebt sich der regionale Schwerpunkt der Gesamtgruppe stärker auf den europäischen Ersatzteil- und Servicehandel, während das Batterietechnikgeschäft in erster Linie als ergänzender technischer Baustein fungiert.

Unternehmensgeschichte

Voltabox entstand als auf industrielle Batterielösungen fokussierte Gesellschaft und wurde in den 2010er-Jahren als Wachstumsstory im Bereich Elektromobilität an der Börse positioniert. Nach einer Phase expansiver Strategien, internationaler Aktivitäten und hoher Erwartungen folgten operative Herausforderungen, Restrukturierungen und eine Neuausrichtung des Geschäftsmodells. Die Historie ist geprägt von:
  • Spezialisierung auf Lithium-Ionen-Technologie für industrielle Anwendungen
  • Aufbau und späterer Bereinigung von Auslandsaktivitäten und Fertigungsstandorten
  • Strategiewechsel von einem stärker produktionsorientierten Ansatz hin zu einem fokussierten Technologielieferanten
  • Kapitalmarktphasen mit deutlicher Volatilität und teils stark schwankendem Anlegervertrauen
  • l>Seit 2023 und 2024 markiert die Vereinbarung zur Einbringung der Swiss Automotive Group AG einen weiteren Wendepunkt in der Unternehmensgeschichte, da die Voltabox AG damit von einem spezialisierten Batterietechnologieunternehmen in eine Holding mit Schwerpunkt im europäischen Automotive-Aftermarket überführt werden soll. Diese Entwicklung verdeutlicht die hohen Zyklizitäten junger Technologieunternehmen in regulierungs- und technologiegetriebenen Märkten und zeigt, wie strategische Neuausrichtungen das Profil eines börsennotierten Unternehmens grundlegend verändern können.

Besonderheiten für Anleger

Voltabox weist typische Merkmale eines klein kapitalisierten börsennotierten Unternehmens („Small/Micro Cap“) auf. Die Aktie kann relativ geringe Handelsvolumina und damit eine eingeschränkte Liquidität zeigen. Informationsdichte, Analystenabdeckung und mediale Präsenz sind im Vergleich zu großen Industrie- und Technologiekonzernen begrenzt. Das bisherige Geschäftsmodell im Batteriebereich ist technologiegetrieben, projektorientiert und mit Abhängigkeiten von Schlüsselaufträgen, individuellem Know-how und technologischem Fortschritt verbunden. Diese Besonderheiten führen zu:
  • erhöhten Kursschwankungen bei Unternehmensmeldungen oder Marktveränderungen
  • Unternehmensrisiken im Falle ausbleibender Projektgewinne oder technologischer Disruption
  • Notwendigkeit für Anleger, Unternehmensmeldungen, Ad-hoc-Mitteilungen und Geschäftsberichte eng zu verfolgen
  • l>Mit der Einbringung der Swiss Automotive Group AG kommen weitere Besonderheiten hinzu, etwa die Integration eines deutlich größeren, filialbasierten Geschäfts mit eigener Risikostruktur und regionaler Streuung. Konservative Investoren sollten sich der erhöhten idiosynkratischen Risiken, der erhöhten Komplexität der Konzernstruktur und der gegenüber Standardwerten geringeren Diversifikation innerhalb eines Einzeltitels bewusst sein.

Chancen aus Investorensicht

Ein Engagement in Voltabox eröffnete und eröffnet Investoren die Möglichkeit, an strukturellen Trends der Elektrifizierung industrieller Anwendungen und an der Nachfrage nach Lithium-Ionen-Batteriesystemen teilzuhaben. Chancen ergeben sich insbesondere aus:
  • weitreichender Dekarbonisierung und Elektrifizierung in Industrie und Off-Highway-Segmenten
  • der Verlagerung hin zu emissionsärmeren Spezial- und Nutzfahrzeugen
  • möglicher Skalierung des asset-light-Geschäftsmodells im Batteriebereich bei erfolgreicher Partnerschafts- und Kundenakquise
  • potenziellen Wertbeiträgen durch Technologiefortschritte, IP-Aufwertung und erfolgreiche Referenzprojekte
  • l>Mit der Einbringung der Swiss Automotive Group AG kommen neue potenzielle Chancen hinzu, die aus der Kombination eines spezialisierten Batterietechnologiegeschäfts mit einem etablierten Distributions- und Servicenetzwerk im Automotive-Aftermarket resultieren können. Dazu zählen unter anderem mögliche Synergien in Bereichen wie Elektrifizierung von Fahrzeugflotten, Integration von Energiespeicherlösungen bei Werkstatt- und Flottenkunden oder der Zugang zu einer breiteren Kundenbasis in mehreren europäischen Märkten. Zudem kann die breiter aufgestellte Geschäftsstruktur dazu beitragen, Risiken einzelner Aktivitäten im Konzernverbund teilweise zu diversifizieren.

Risiken aus Investorensicht

Dem gegenüber stehen Risiken, die konservative Anleger besonders sorgfältig gewichten sollten. Dazu zählen:
  • unternehmensspezifische Risiken aus der Historie von Restrukturierungen, strategischen Neuausrichtungen und phasenweise angespanntem Marktvertrauen
  • operative Risiken durch projektbasierte Umsatzströme, mögliche Verzögerungen oder Stornierungen von Kundenprojekten im Batterietechnikbereich
  • technologische Risiken, falls sich alternative Speichertechnologien, Zellchemien oder konkurrierende Systemarchitekturen schneller durchsetzen
  • wettbewerbsbedingter Preisdruck durch global integrierte Batteriehersteller mit Skaleneffekten
  • Kapitalmarktrisiken aus begrenzter Liquidität der Aktie, Kurssensitivität gegenüber Unternehmensmeldungen und potenziell eingeschränkten Finanzierungsspielräumen
  • Integrations- und Transformationsrisiken im Zusammenhang mit der Einbringung der Swiss Automotive Group AG, etwa hinsichtlich kultureller Integration, Systemharmonisierung oder der Steuerung eines deutlich größeren, heterogenen Geschäftsportfolios
  • l>Aufgrund dieser Faktoren ist Voltabox aus Sicht eines vorsichtigen, einkommensorientierten Anlegers eher im spekulativen Bereich einzuordnen. Eine sorgfältige Prüfung der eigenen Risikotragfähigkeit, eine breitere Diversifikation und eine genaue Beobachtung der Umsetzung der Unternehmensstrategie sind vor einer Anlageentscheidung wichtig.
Stand: August 2026
Hinweis

Voltatron Prognose 2026: Einstufung & Empfehlung von Analysten

Voltatron Kursziel 2026

  • Die Voltatron Kurs Performance für 2026 liegt bei +2,13%. Die Performance der Benchmark Prime All Share (Kurs) liegt bei +4,05%. Underperformance: Die Voltatron Kurs Performance ist um -1,93 Prozentpunkte niedriger als die Performance des Prime All Share (Kurs).

Stammdaten

Marktkapitalisierung 90,79 Mio. €
Streubesitz 25,54%
Währung EUR
Land Deutschland
Sektor Zyklische Konsumgüter
Branche Autoteile
Aktientyp Stammaktie

Aktionärsstruktur

+25,54% Streubesitz
+25,54% Individuelle Aktionäre

Community-Beiträge zu Voltatron

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Kosty1968
Jeden Tag 20%
Sind die alle verrückt? Ich bin raus
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Stock Farmer
Nun, wenn man bedenkt,
dass die 24 stark überzeichnet waren, dann kann man bei 24 wirklich anfangen nachzudenken. Bei manchen Aktien muss man Geduld haben, bis sie steigen, bei Voltabox muss man Geduld haben bis sie genug gefallen ist. Geduld ist wichtig.
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ThomasS
Nur geduldet,
Wie gesagt die 28 steht
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Euroliga65
Voltabox und Co
Batterie Zukunft ist wohl doch nicht der neue Hype.
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albino
bald kommt die 40er Marke, dann ist es für....
...ein überlegen zu spät. Die 28er Marke hat heute gehalten. Nach ein paar Turbulenzen dürfte es bald stetig nach oben gehen.
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Häufig gestellte Fragen zur Voltatron Aktie und zum Voltatron Kurs

Der aktuelle Kurs der Voltatron Aktie liegt bei 4,27 €.

Für 1.000€ kann man sich 234,19 Voltatron Aktien kaufen.

Das Tickersymbol der Voltatron Aktie lautet VOAXF.

Die 1 Monats-Performance der Voltatron Aktie beträgt aktuell 6,01%.

Die 1 Jahres-Performance der Voltatron Aktie beträgt aktuell 6,14%.

Der Aktienkurs der Voltatron Aktie liegt aktuell bei 4,27 EUR. In den letzten 30 Tagen hat die Aktie eine Performance von 6,01% erzielt.
Auf 3 Monate gesehen weist die Aktie von Voltatron eine Wertentwicklung von 11,92% aus und über 6 Monate sind es 0,93%.

Das 52-Wochen-Hoch der Voltatron Aktie liegt bei 8,84 €.

Das 52-Wochen-Tief der Voltatron Aktie liegt bei 3,47 €.

Das Allzeithoch von Voltatron liegt bei 33,70 €.

Das Allzeittief von Voltatron liegt bei 0,51 €.

Die Volatilität der Voltatron Aktie liegt derzeit bei 89,94%. Diese Kennzahl zeigt, wie stark der Kurs von Voltatron in letzter Zeit schwankte.

Die Marktkapitalisierung beträgt 90,79 Mio. €

Insgesamt sind 21,1 Mio Voltatron Aktien im Umlauf.

Voltatron hat seinen Hauptsitz in Deutschland.

Voltatron gehört zum Sektor Autoteile.

Das KGV der Voltatron Aktie beträgt -426,50.

Der Jahresumsatz des Geschäftsjahres 2023 von Voltatron betrug 5.888.000 €.

Die nächsten Termine von Voltatron sind:
  • 19.06.2026 - Ordentliche Hauptversammlung 2026
  • 13.05.2026 - Konzernzwischenmitteilung zum 31. März 2026 - 1. Quartal
  • 16.04.2026 - Konzernabschluss zum 31. Dezember 2025 - Geschäftsbericht 2025
  • 11.12.2025 - Außerordentliche Hauptversammlung der Voltatron AG
  • 13.11.2025 - Konzernzwischenmitteilung zum 30. September 2025 - Neun Monate
  • 01.09.2025 - EquityForum Herbstkonferenz 2025 (1.-2. September 2025)
  • 14.08.2025 - Konzernzwischenbericht zum 30. Juni 2025 - 1. Halbjahr
  • 08.07.2025 - Ordentliche Hauptversammlung 2025
  • 15.05.2025 - Konzernzwischenmitteilung zum 31. März 2025 - 1. Quartal
  • 30.04.2025 - Konzernabschluss zum 31. Dezember 2024 - Geschäftsbericht 2024

Ja, Voltatron zahlt Dividenden. Zuletzt wurde am 17.05.2019 eine Dividende in Höhe von 0,030 € gezahlt.

Zuletzt hat Voltatron am 17.05.2019 eine Dividende in Höhe von 0,030 € gezahlt.
Dies entspricht einer Dividendenrendite von 0,74%. Die Dividende wird jährlich gezahlt.

Die letzte Dividende von Voltatron wurde am 17.05.2019 in Höhe von 0,030 € je Aktie ausgeschüttet.
Das ergibt, basierend auf dem aktuellen Kurs, eine Dividendenrendite von 0,74%.

Die Dividende wird jährlich gezahlt.

Der letzte Zahltag der Dividende war am 17.05.2019. Es wurde eine Dividende in Höhe von 0,030 € gezahlt.

Um eine Dividende ausgezahlt zu bekommen, muss man die Aktie am Ex-Tag (Ex-Date) im Depot haben.