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Volkswagen: Zahlen enttäuschen – Erwartungen verfehlt, Dividende gekürzt

Volkswagen hat neue Geschäftszahlen vorgelegt, verfehlt dabei die Erwartungen der Analysten und kündigt zugleich eine niedrigere Dividende an.
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Quelle: - pixabay.com
Volkswagen AG Vz 88,74 € Volkswagen AG Vz Chart -1,38%
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Volkswagen hat im vierten Quartal deutlich schwächer abgeschnitten als von Analysten erwartet. Vor allem der starke Rückgang des operativen Ergebnisses und eine unter den Prognosen liegende Marge belasteten die Bilanz des Automobilkonzerns. Gleichzeitig kündigte das Unternehmen eine deutlich reduzierte Dividende für das Geschäftsjahr 2025 an.

Der Umsatz des Konzerns sank im Schlussquartal um 4,7 Prozent auf 83,2 Milliarden Euro. Analysten hatten laut Konsensschätzung von Visible Alpha mit Erlösen von rund 85,7 Milliarden Euro gerechnet.

Noch deutlicher fiel der Rückgang beim operativen Ergebnis aus. Dieses brach im Vergleich zum Vorjahr um rund 45 Prozent auf 3,45 Milliarden Euro ein, nachdem im entsprechenden Vorjahresquartal noch 6,25 Milliarden Euro erzielt worden waren. Daraus ergibt sich eine operative Marge von 4,2 Prozent – deutlich unter den von Analysten erwarteten 4,7 Prozent.

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Ein wesentlicher Grund für die schwächere Entwicklung waren rückläufige Fahrzeugauslieferungen. Diese gingen im vierten Quartal um 4,9 Prozent auf 2,38 Millionen Fahrzeuge zurück.

Auf Jahressicht blieb der Absatz jedoch stabil. Insgesamt verkaufte Volkswagen 2025 rund 9 Millionen Fahrzeuge und lag damit etwa auf dem Niveau des Vorjahres.

Gewinnrückgang im Gesamtjahr

Unter dem Strich verdiente Volkswagen im vierten Quartal 3,5 Milliarden Euro und damit 1,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Im Gesamtjahr fiel der Gewinneinbruch deutlich stärker aus. Der Nettogewinn sank um 44 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro. Gründe dafür waren unter anderem höhere Kosten, US-Zölle, Währungseffekte sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit der Neuausrichtung der Produktstrategie bei Porsche.

Die operative Marge für das Gesamtjahr lag bei lediglich 2,8 Prozent. Bereinigt um Restrukturierungsaufwendungen und Sonderkosten rund um die Anpassung der Porsche-Strategie erreichte sie rechnerisch 4,6 Prozent.

Dividende wird um 17 Prozent reduziert

Angesichts der schwächeren Profitabilität will Volkswagen die Dividende deutlich kürzen. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung im Juni eine Ausschüttung von 5,26 Euro je Vorzugsaktie und 5,20 Euro je Stammaktie vor.

Das entspricht einem Rückgang von rund 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Ausschüttung orientiert sich weiterhin an der Dividendenpolitik des Konzerns, die eine Quote von mindestens 30 Prozent des bereinigten Gewinns vorsieht.

Starke Liquidität und steigender Cashflow

Trotz der Ergebnisbelastung konnte Volkswagen seine finanzielle Position stabil halten. Der Netto-Cashflow im Konzernbereich Automobile stieg im vergangenen Jahr um 24,3 Prozent auf 6,45 Milliarden Euro.

Zum Jahresende verfügte der Konzern über eine Nettoliquidität von 34,5 Milliarden Euro und lag damit etwa auf dem Niveau des Vorjahres. 

Vorsichtiger Ausblick für 2026

Für das laufende Jahr stellt Volkswagen eine moderate Verbesserung in Aussicht. Der Konzern erwartet, dass die Umsatzerlöse 2026 zwischen stabil und plus drei Prozent gegenüber dem Vorjahr liegen werden.

Die operative Umsatzrendite soll zwischen 4,0 und 5,5 Prozent erreichen. Analysten rechnen derzeit mit etwa 5,2 Prozent und liegen damit im oberen Bereich der Prognosespanne.

Im Automobilbereich erwartet Volkswagen einen Netto-Cashflow zwischen drei und sechs Milliarden Euro. Die Nettoliquidität soll sich in einer Bandbreite von 32 bis 34 Milliarden Euro bewegen. Gleichzeitig plant der Konzern eine Investitionsquote zwischen 11 und 12 Prozent.

Unsicherheiten durch Handelspolitik und Wettbewerb

Volkswagen verwies jedoch auf zahlreiche Risiken für das laufende Jahr. Dazu zählen insbesondere Unsicherheiten im internationalen Handel, geopolitische Spannungen sowie eine steigende Wettbewerbsintensität in wichtigen Automobilmärkten.

Auch volatile Rohstoff-, Energie- und Devisenmärkte sowie strengere emissionsbezogene Regulierungsvorgaben könnten die Profitabilität belasten. Zudem basiert die Prognose des Konzerns auf der Annahme, dass die derzeit gültigen Zollsätze im internationalen Handel unverändert bleiben.

Autor: Ariva-Redaktion/pg


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